Aktientipp: Beiersdorf: Gepflegte Kurse

Aktientipp: Beiersdorf: Gepflegte Kurse

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Kursverlauf der Beiersdorf-Aktie 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die robuste Konjunktur in Europa und das florierende Geschäft in den Schwellenländern lässt den Konsumgüterkonzern Beiersdorf wieder kräftig wachsen.

Die robuste Konjunktur in Europa, das überraschend stabile Verbrauchervertrauen und das starke Zwischenergebnis des französischen Schönheitspflege-Spezialisten L’Oréal beflügeln auch Beiersdorf-Aktien. Die Zahlen zum zweiten Quartal, die am Donnerstag veröffentlicht werden, dürften aller Voraussicht nach gut ausfallen. Beiersdorf macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes in Westeuropa und gehört damit zu den Gewinnern einer florierenden europäischen Konjunktur.

Mit seinem Konsumgeschäft (88 Prozent Umsatzanteil) um die Kernmarke Nivea ist Beiersdorf führend bei Hautpflegeprodukten. Den Hamburgern ist es gelungen, aus der klassischen Creme ein modernes Label mit zahlreichen Ablegern zu entwickeln – von der Haarpflege bis zur Männerkosmetik. 2011 wird Nivea 100 Jahre alt. Im Vorfeld des Jubiläums dürften die Hamburger den Absatz mit zusätzlicher Werbung ankurbeln.

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Tesa legt zweistellig zu

Während sich das Geschäft in Europa stabilisiert, legt Beiersdorf international deutlich zu. In Nordamerika führt die bisherige Marketingoffensive zu einem zweistelligen Umsatzzuwachs; in den Schwellenregionen Südamerikas und Asiens hilft es Beiersdorf, dass dank wachsendem Wohlstand immer mehr Menschen auf Hautpflege und Wellness wert legen.

Den Turn-Around schaffen dürfte in diesem Jahr die Klebstoffsparte Tesa (zwölf Prozent Umsatzanteil). Die lebhaften Bestellungen aus der Automobilindustrie und von Elektroherstellern deuten darauf hin, dass der Tesa-Umsatz 2010 zweistellig zulegen wird.

Insgesamt dürfte Beiersdorf in diesem Jahr gut 6,1 Milliarden Euro Umsatz machen. Damit knüpfen die Hamburger nach dem letztjährigen Rückgang (5,75 Milliarden Euro, minus vier Prozent) wieder an ihren langjährigen Wachstumstrend an. Bei steigenden Gewinnmargen um elf Prozent könnten vor Zinsen und Steuern rund 670 Millionen Euro bleiben, etwa 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (2011) von gut 20 sind Beiersdorf-Aktien nicht billig. Dafür ist das Unternehmen einer der wenigen Wachstumswerte im Dax, verfügt mit Nivea über eine echte Weltmarke, ist mit 56 Prozent Eigenkapitalquote solide finanziert und hat die Großaktionärsfamilie Herz (50,5 Prozent Anteil) im Rücken.

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