Aktientipp: Bristol-Myers mit Übernahmefantasie

Aktientipp: Bristol-Myers mit Übernahmefantasie

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Kursverlauf der Bristol-Myers Squibb-Aktie zwischen 2007 und 2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die globale Pharmaindustrie steht vor einer Konsolidierung. Erste Spekulationen deuten auf eine Übernahme Bristol-Myers Squibbs durch den franzöischen Pharmariesen Sanofi-Aventis. Die Aktie steht bereits über dem steigenden 200-Tage-Durchschnitt.

Branchenprimus Pfizer will für 68 Milliarden Dollar den Konkurrenten Wyeth schlucken und ebnet den Weg für eine neue Konsolidierungsrunde der globalen Pharmaindustrie. Dabei geht es weniger um den Aufkauf aussichtsreicher Entwicklungsprojekte, das versucht Big Pharma mit kleineren Zukäufen im Biotech-Bereich, sondern vor allem darum, bei Kosten und Forschung Synergien zu heben. Bristol-Myers Squibb gilt als Übernahmekandidat für den französischen Pharmariesen Sanofi-Aventis. Beide Konzerne arbeiten bereits bei der Vermarktung der Blockbuster Plavix (Blutverdünner) und Avapro (Blutdrucksenker) zusammen. Die Börse, das signalisiert der Kursverlauf der Bristol-Myers-Aktie, hält die Spekulation nicht für abwegig. Das Pharmapapier notiert inzwischen über dem steigenden 200-Tage-Durchschnitt. Entsprechend gut stehen die Chancen, dass nun auch der Ausbruch über die seit Mitte 2007 gültige Abwärtstrendlinie gelingt. Dies wäre aus Sicht der Charttechnik ein klares Kaufsignal.

Gut gefüllte Kasse

Nicht nur deshalb erscheinen Risiken eines Engagements tragbar. Die Kasse des 1887 gegründeten Traditionskonzerns ist nach dem Verkauf des 17-Prozent-Anteils am BiotechKonzern Imclone mit acht Milliarden Dollar gut gefüllt, die Nettoliquidität stieg auf 1,5 Milliarden Dollar. Bristol-Myers vermarktet gemeinsam mit Imclone das lukrative Krebsmittel Erbitux, wurde aber im Übernahmerennen um seinen Partner vom Rivalen Eli Lilly übertrumpft. Wenn der geplante Börsengang der Babynahrungssparte Mead Johnson gelingt, wird sich der Kassenbestand weiter erhöhen. Bristol-Myers will 2009 ein Fünftel von Mead Johnson an die Börse bringen und damit mindestens 600 Millionen Dollar einspielen. Die Aktie ist für Investoren wegen des Pharmageschäfts attraktiv, das weitgehend unabhängig von der Konjunktur ist. So sind stabile Mittelzuflüsse und eine hohe Ausschüttung an die Aktionäre garantiert. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 5,8 Prozent.

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