Aktientipp: Danone: Russische Molke

Aktientipp: Danone: Russische Molke

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Kursverlauf der Danone-Aktie 2006-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Mit einem neuen Deal in Russland setzt der französiche Joghurtriese Danone seine Expansion fort. Die Zahlen sind vielversprechend.

Durch ein Gemeinschaftsabkommen mit dem russischen Molkereikonzern Unimilk wird der französische Joghurtriese Danone in Russland die Nummer eins bei Milchprodukten. Dazu baut er das Geschäft in den aufstrebenden Ländern Ukraine, Weißrussland und Kasachstan aus. Danone-Produkte waren bisher stärker in Supermärkten vertreten, Unimilk mehr in Lebensmittelläden – das Angebot ergänzt sich. Insgesamt kann das Joint Venture Danone-Unimilk auf mehr als 1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz kommen. Die Wachstumsraten dürften mit gut 15 Prozent etwa doppelt so hoch ausfallen wie sonst im Durchschnitt bei Danone. Der Zusammenschluss soll Kosten senken und von 2011 an den Konzerngewinn der Franzosen höher ausfallen lassen.

Stabile Gewinnmargen

Mit dem Zukauf in Russland setzt Danone seine internationale Expansion fort. Von 2011 an werden die Franzosen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes außerhalb Westeuropas machen. Damit profitieren sie vom schwachen Euro und vom hohen Wachstum der Schwellenländer. Im Geschäft mit Mineralwasser etwa (16 Prozent Umsatzanteil) erzielt Danone derzeit deutlich zweistellige Zuwachsraten in China, Mexiko und Indonesien. Bei Säuglingsnahrung (20 Prozent Umsatzanteil) wird Danone in diesem Jahr in China erstmals mehr Umsatz machen als auf dem Heimatmarkt Frankreich. Auch in den westlichen Industrieländern läuft das Geschäft wieder besser. Zwar steigen seit Anfang 2010 die Preise für Rohmilch, dem wichtigste Vorprodukt für Danone. Doch je stabiler die allgemeine Wirtschaft und das Konsumklima im zweiten Halbjahr bleiben, desto leichter lassen sich Preiserhöhungen auf den Endkunden überwälzen.

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Nach einem guten ersten Halbjahr dürfte Danone den Umsatz 2010 von knapp 15 Milliarden Euro auf etwa 16 Milliarden erhöhen. Die Gewinnmargen sind stabil, netto können nach den letztjährigen 1,4 Milliarden Euro Gewinn dann rund 1,6 Milliarden übrig bleiben.

Danone-Aktien sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (2011) um 16 kein Sonderangebot. Dafür bietet das Unternehmen stabile Wachstumsaussichten und eine sichere Dividende. Selbst für das Krisenjahr 2009 zahlten die Franzosen je Aktie 1,20 Euro. Gut möglich, dass es für 2010 angesichts der höheren Gewinne 1,25 Euro je Anteil geben wird.

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