Aktientipp: Devon Energy: Reserven und Produktion rauf

Aktientipp: Devon Energy: Reserven und Produktion rauf

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Grafik: Kursverlauf der Devon-Energy-Aktie 2001-2010

Die riesigen Eigenreserven des unabhängigen Ölproduzenten Devon Energy bescheren dem Unternehmen gute Geschäfte. Unternehmenschef Richels kauft bereits kräftig Aktien.

Das 1971 in Oklahoma City gegründete Unternehmen ist einer der größten unabhängigen Öl- und Gasproduzenten in Nordamerika. Devon verfügt auf dem nordamerikanischen Festland über gesicherte Öl- und Gasreserven in Höhe von 2,7 Milliarden Barrel Öläquivalent. Gemessen an der aktuellen Tagesproduktion von zuletzt 613.000 Barrel Öläquivalent reichten die Reserven noch für gut zwölf Jahre. Die Reserve Replacement Rate, eine Kennzahl, die die Menge der neu gewonnenen Reserven ins Verhältnis zur Produktionsmenge stellt, liegt bei Devon seit Jahren überdurchschnittlich hoch, 2009 bei 194 Prozent. Werte über 100 Prozent sind wichtig, um die Lebensdauer der Reserven zu verlängern. Der Produktionsanteil von Öl und Flüssiggas an der Gesamtproduktion liegt bei gut 30 Prozent, der Rest entfällt auf Erdgas. Ein Fünftel der Produktion speist Devon aus nichtkonventionellen Quellen. Neben Öl und Gas aus Schiefergestein gehören dazu erdgashaltige Kohleflöze sowie Ölsandvorkommen. Um sich klar als nordamerikanischer Onshorekonzern zu positionieren, zog sich Devon aus der Offshoreförderung zurück und verkaufte Vermögensteile im Ausland.

Devon will eigene Aktien zurückkaufen

Diese Adjustierung der Konzernstruktur ist nahezu abgeschlossen. Die Verkäufe werden bis Ende 2010 nach Steuern acht Milliarden Dollar Cash einspielen. Die Mittel pumpt Devon nicht in neue Projekte, sondern baut bestehende aus, vor allem jene mit einem höheren Ölanteil. Außerdem flossen bereits 1,7 Milliarden in den Schuldenabbau. Weitere 3,5 Milliarden Dollar wurden reserviert für den Rückkauf eigener Aktien, wovon bisher eine Milliarde Dollar eingesetzt wurden. Die Strukturanpassungen verbessern Bilanz, Risikoprofil und Kostenstruktur im Konzern, gefährden dabei aber nicht das langfristige Produktionspotenzial. Goldman Sachs rechnet für 2011 mit Mittelzuflüssen von 6,8 Milliarden Dollar und für 2012 mit 8,5 Milliarden Dollar. Unternehmenschef John Richels ist überzeugt von seiner Strategie. Er kaufte für 3,5 Millionen Dollar 53.000 Devon-Aktien und stockte damit seinen Privatbestand auf 225.000 Stück auf.

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