Aktientipp: Eni: Öl für zehn Jahre

Aktientipp: Eni: Öl für zehn Jahre

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Kursverlauf der Eni-Aktie 2008/2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die Erholung der Weltwirtschaft bedeutet für den italienischen Energieriesen erfreuliche Zahlen im dritten Quartal. Dank neuer Quellen in Afrika und Südafrika dürften die Ölreserven der Italiener für zehn Jahre reichen. Gute Nachrichten also für die letzlich viel gescholtene Aktie.

Ein Anlagefavorit ist die Aktie des italienischen Energiekonzerns Eni derzeit nicht. Reihenweise drehten Analysten den Daumen nach unten, nachdem die Italiener zuletzt schwache Zahlen vorlegten. Im zweiten Quartal brach der Gewinn um 60 Prozent auf 900 Millionen Euro ein. Die guten Ertragszahlen von 2008 – je Aktie 2,20 Euro – wird Eni in diesem Jahr bei Weitem nicht erreichen.

Verantwortlich für den Rückschlag im Frühjahr war die konjunkturbedingt schwache Nachfrage nach Energie und der gesunkene Ölpreis. Beide haben aber mittlerweile gedreht. Die Erholung der Wirtschaft wird den Verbrauch von Öl und Gas wieder steigen lassen; und die Preisnotierungen für Rohöl, die in den Krisenmonaten auf unter 50 Dollar je Barrel abgesackt waren, pendeln seit Mitte des Jahres wieder um 70 Dollar. Damit ist absehbar, dass die Zahlen zum dritten Quartal deutlich besser ausfallen werden als die zum zweiten.

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Ölreserven reichen für zehn Jahre

Mittelfristig dürfte die Förderung steigen. Anfang des Jahres ging die Tagesproduktion noch um zwei Prozent auf 1,7 Millionen Barrel Öl zurück. Bis 2012, so die Pläne der Italiener, sollen es über zwei Millionen Barrel pro Tag werden. Dass sie dies schaffen, ist realistisch. Zugute kommen Eni die langjährigen Beziehungen zu wichtigen Förderländern in Nordafrika. Hier holen die Italiener rund 40 Prozent ihres Rohöls.

Dazu erschließt Eni neue Quellen in Nigeria, Venezuela und Kasachstan. In den USA ist Eni beim Rennen um Gasgewinnung aus Schiefergestein dabei. Schon heute reichen die geprüften Reserven von 6,6 Milliarden Barrel zehn Jahre. Ebenfalls aussichtsreich ist die enge Verbindung zum Energieriesen Gazprom. Mit den Russen arbeitet Eni am Projekt einer Süd-Pipeline, mit der Gas aus Zentralasien nach Südeuropa transportiert werden soll. Eni bekäme damit eine Schlüsselstellung im globalen Gashandel.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV 2010) von unter neun sind Eni-Aktien ein Basisinvestment. Zwar wird die Dividende für 2009 wegen des schwachen Jahresauftakts unter den 1,30 Euro der vergangenen Saison liegen. Doch selbst wenn es nur 1,05 Euro werden, wären das knapp sechs Prozent Rendite.

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