Aktientipp: Ezcorp verdient mit Arbeitslosen

Aktientipp: Ezcorp verdient mit Arbeitslosen

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Kursverlauf der Ezcorp-Aktie zwischen 2004 und 2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die miserable Entwicklung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt lässt vor allem bei Pfandleihern und Anbietern von Überbrückungskrediten wie Ezcorp aus Texas die Kasse Klingeln.

2008 gingen in den USA 2,6 Millionen Jobs verloren, so viel wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Volkswirte rechnen für 2009 mit einem Sprung der US-Arbeitslosenquote auf bis zu zehn Prozent. Klingt makaber, aber davon profitieren Pfandleiher und Anbieter von Überbrückungskrediten. Dazu zählt Ezcorp aus Austin, Texas. Die mit einer Eigenkapitalquote von 80 Prozent selbst sehr solide finanzierte Gesellschaft betreibt in den USA und Mexiko inzwischen 412 Pfandhäuser und 477 Kreditvergabestellen. Für das Dezemberquartal meldete Ezcorp einen Gewinnanstieg von 18 Prozent auf 14,8 Millionen Dollar.

US-Regierung will Pfandleiher an die Kette legen

Der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf 128 Millionen Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr, das im September endet, rechnet der Vorstand mit 1,52 Dollar Gewinn je Aktie, was einer Gewinnbewertung von unter zehn entspricht. Im langfristigen Trend folgte der Aktienkurs bisher der Entwicklung der US-Arbeitslosenquote. Entsprechend gut stehen die Chancen, dass die Aktie bald aus einer seit 2007 anhaltenden Seitwärtsspanne nach oben ausbricht. Verhindern könnte das wohl nur die US-Regierung, indem sie Pfandleiher als Wucherer anprangert und an die Kette legt. Schließlich braucht man Sündenböcke für den Niedergang des American Way of Life. Dabei sitzen die eigentlichen Brandstifter nicht im Pfandhaus sondern in Washington, New York oder kürzlich in Davos.

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