Aktientipp: Heidelberger Druck: Fusionsfantasie

Aktientipp: Heidelberger Druck: Fusionsfantasie

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Kursverlauf der Heidelberger Druck-Aktie 2007-2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

Heidelberger Druck und Wettbewerber Manroland werkeln an einer möglichen Fusion. Kommt es dazu, würden Teilhaber Allianz Versicherung und Aktionäre davon profitieren.

Die Branchenführer Heidelberger Druck und Manroland loten die Möglichkeiten einer Fusion aus. Das Geschäftsfeld Bogenoffsetdruck (für Bücher, Etiketten, Verpackungen) der Heidelberger und die Rollendruckmaschinen (für Zeitungen, Kataloge) von Manroland ergänzen sich gut. Zudem wäre der Vertrieb der Heidelberger durch Manroland-Maschinen besser ausgelastet. Aus kartellrechtlichen Gründen müssten Teilbereiche wohl verkauft werden. Ein gemeinsamer Konzern käme deshalb nicht ganz auf die addierten Jahresumsätze beider Unternehmen (rund 2,5 Milliarden Euro für die Heidelberger und 1,6 Milliarden für Manroland).

Allianz sichert Aktionäre ab

Letztlich könnte sich der Umsatz bei 3,5 Milliarden Euro einpendeln. In den vergangenen zehn Jahren lag die Marktkapitalisierung von Heideldruck durchschnittlich bei 70 Prozent des Jahresumsatzes. Für einen fusionierten Konzern mit 3,5 Milliarden Euro Umsatz ergäbe das eine Marktkapitalisierung von 2,5 Milliarden Euro. Zieht man noch einen Krisenabschlag von 500 Millionen Euro ab, ergibt das zwei Milliarden Euro Börsenwert. Der mögliche Wert der Heideldruck-Anteile läge danach deutlich über den 550 Millionen Euro, die derzeit an der Börse für das Unternehmen bezahlt werden. Denkbar wäre es, die nicht börsennotierte Manroland in die größere Heideldruck AG einzubringen. Zum Schaden der bisherigen Aktionäre dürfte das nicht ablaufen, dafür sorgt schon die Allianz-Versicherung. Sie ist an beiden Druckspezialisten beteiligt und möchte aussteigen – zu höheren Kursen, versteht sich. Dass die Spitze des Aufsichtsrats neu besetzt werden soll, wäre ebenfalls ein Signal für einen Neuanfang. Und sollte es doch nicht zur Fusion kommen, sind die Aktien immer noch eine Spekulation auf die Erholung des weltweiten Printmarkts.

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