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Aktientipp: Imperial Tobacco: Tief durchatmen

Tabakaktien gelten aus guten Gründen als defensiv. Die Aktie des Zigarettenkonzerns Imperial Tobacco startete mit kräftigen Gewinnen ins neue Jahr und bietet noch Kursfantasie.

Kursverlauf der Imperial Tobacco-Aktie 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)
Kursverlauf der Imperial Tobacco-Aktie 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)
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In Zeiten der Prohibition wurde ebenso weiter getrunken wie auch heute weiter geraucht wird – trotz staatlich verordneter Rauchverbote, drastischer Tabaksteuererhöhungen und radikal-fundamentalistischer Anti-Raucher-Organisationen. Raucher sind ziemlich verlässliche Kunden, weil ihre Nachfrage nur gering vom Produktpreis beeinflusst wird. Das bedeutet nicht, dass der Preis überhaupt keine Rolle spielt. Das zeigt der wachsende Markt für Billigzigaretten. Insgesamt aber kann sich die Tabakindustrie auf weitgehend stabile und gut vorhersehbare Erträge einstellen. Die Aktien der Branche zählen deshalb unverändert zu den defensivsten Titeln, die der Kurszettel zu bieten hat. Als Anlagealternative kommen sie bei Investoren stets ins Spiel, wenn die Konjunkturperspektiven unsicher werden und das Geschehen an den Börsen unruhiger wird. So starteten die Aktien des britischen Zigarettenkonzerns Imperial Tobacco mit Gewinnen ins Jahr, während der breite Index FTSE 100 zwischenzeitlich fünf Prozent abrutschte.

Altadis-Übernahme sorgt für hohe Zuwachsraten

Untermauert wurde der gute Börsenstart ins Kalenderjahr durch Aussagen von Konzernchef Gareth Davis auf der Hauptversammlung am vergangenen Dienstag. Demnach habe sich der Verkauf im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 (30. September) auf dem bisher erwarteten Niveau gehalten. 2008/09 sorgte ein Absatzplus von zehn Prozent auf 322,2 Milliarden Zigaretten für einen Umsatzanstieg von 29 Prozent auf 26,5 Milliarden Pfund Sterling, der Gewinn pro Aktie stieg proportional zu den Erlösen an, auf 65,5 Pence. Für die hohen Zuwachsraten maßgeblich verantwortlich war die 12,6 Milliarden Euro schwere Übernahme des französisch-spanischen Konkurrenten Altadis im Januar 2008. Mit Altadis stiegen die Briten zum weltweit viertgrößten und in Europa zum zweitgrößten Tabakkonzern auf. Zum Imperial-Imperium gehören unter anderem die Marken Davidoff, Gauloises Blondes, West, Fortuna, Gitanes und John Player Special.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.08.2010, 11:49 UhrAnonymer Benutzer: dieda

    Aufkaufen anschliessend das Unternehmen dichtmachen und so erreichen dass die Arbeitslosen wesentlich dazu beitragen dass es der börse gut geht, halelujah

  • 23.02.2010, 02:18 UhrAnonymer Benutzer: @baron + @Karl König

    @baron: Wenn es woanders nicht mehr knallt, nur los!
    @Karl König: Wenn interessiert der norwegische Pensionsfonds, wenn der offensichtlich schon ausgestiegen ist aus Tabakaktien? bild Dir Deine Meinung, wenn möglich, eine eigene!

  • 08.02.2010, 14:00 UhrAnonymer Benutzer: Karl König

    Die Tabakaktien kommen aber langsam in bedrängnis. Der norwegische Pensionsfonds (der zweitgrößte Staatsfonds weltweit) hat inzwischen 17 Tabakhersteller (darunter auch imperial Tobacco) aus ethischen Gründen aus seinem Portfolie verbannt (siehe http://www.aktiv-rauchfrei.de/aktuell/1123 ). Weitere Firmen können folgen, wenn sich auch nur die kleinste Verbindung mit der Tabakindustrie nachweisen lässt.

    Die ethischen Leitlinien des norwegischen Pensionsfonds, die von einer Ethikkommission überprüft werden, legen unter anderem fest, dass der Pensionsfonds nicht in Unternehmen investiert, die Menschenrechte verletzen, Korruption unterstützen oder der Umwelt schaden. Die Tabakindustrie hat in allen drei bereichen bereits negative Schlagzeilen gemacht.

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