Aktientipp: Indus mit Steuer-Dreh

Aktientipp: Indus mit Steuer-Dreh

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Kursverlauf der Indus-Aktie 2008/2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die Beteiligungsgesellschaft Indus hat den Konjunkturabsturz 2009 kräftig zu spüren bekommen. Die Erholung dürfte umso stärker ausfallen. Außerdem profitiert Indus von einen deutlichen Steuereffekt.

Mit 60 Prozent steigt die Beteiligungsgesellschaft Indus bei der schweizerischen Hakama ein. Das Unternehmen aus Bättwil bei Basel stellt Feinblechgehäuse für medizintechnische Geräte her – ein sehr stabiles Geschäft. Ansonsten besteht das Indus-Portfolio vor allem aus stark konjunkturabhängigen Unternehmen: 27 Prozent der Umsätze machen Beteiligungen aus der Bauindustrie aus, 23 Prozent Autoindustrie und Zulieferer, 17 Prozent Maschinenbauer.

Kein Wunder, dass Indus den Konjunkturabsturz 2009 zu spüren bekam. Der Umsatz der 40 Beteiligungsgesellschaften ging auf rund 750 Millionen Euro zurück, ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Der Gewinn brach sogar um drei Viertel ein, unterm Strich blieben wahrscheinlich nur sieben Millionen Euro.

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Allerdings kann die Erholung nun umso stärker ausfallen. Die Unternehmen aus der Autoindustrie bekommen seit einigen Monaten wieder mehr Aufträge, im Bau ziehen die Gewinne dank Konjunkturspritzen an, im Maschinenbau sind die Margen stabil.

Günstiger Börsenwert könnte Aufkäufer anlocken

Dazu kommt ein Steuer-Effekt. Indus konnte 2009 die hohen Abgaben seiner profitablen Unternehmen nicht mit den schlechten Zahlen der Verlustbringer verrechnen. Trotz rückläufiger Gewinne stieg die Steuerquote auf ungewöhnlich hohe 50 Prozent. 2010 dürfte die Steuerquote auf etwa 40 Prozent zurückgehen.

Ob Indus 2010 die optimistischen Analystenschätzungen erreicht und wieder so viel verdient wie 2008 (28 Millionen Euro netto), hängt von der Konjunktur ab. Mehr als 20 Millionen Euro dürften es selbst dann werden, wenn sich die Wirtschaft nur mühsam erholt. Die Gewinnaussichten sollten dazu beitragen, dass Indus für 2009 eine Dividende von mindestens 50 Cent je Aktie zahlt. Die Aktien sind nach dem Ausstieg der Gründerfamilie Kill breit gestreut. 240 Millionen Euro Börsenwert sind günstig und könnten Aufkäufer anlocken.

Die Aktie ist ein Basiswert für eine mehrjährige Anlage. Risikofreudige können mit Hebelzertifikaten der BNP Paribas die Gewinnchance verdoppeln.

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