Aktientipp: KTG Agrar: Geld sucht Bauer

Aktientipp: KTG Agrar: Geld sucht Bauer

Bild vergrößern

Aktientipp: KTG Agrar

Das deutsche Agrarunternehmen KTG Agrar profitiert von den steigenden Preisen für Ackerland und Getreide. Energie aus Biogas und eine gute Ernte sorgen für einen langsfristig positiven Ausblick.

Reine Agrarproduzenten, die unmittelbar von einem Preisanstieg für Ackerland und Getreide profitierten, sind immer noch rar gesät an den Börsen. Auf dem internationalen Kurszettel finden sich etwa das argentinische Farmunternehmen Cresud (Erstempfehlung in 2003) und die kanadische Beteiligungsgesellschaft Sprott Resource (Empfehlung vom Juni 2009), national besetzt dieses kleine Börsenfeld KTG Agrar aus Hamburg. Das mit 70 Millionen Euro bewertete Agrarunternehmen baut in Ostdeutschland und Litauen auf gut 29 000 Hektar hauptsächlich Getreide an. Etwa ein Sechstel der Gesamtfläche befindet sich im Eigentum der Gesellschaft. KTG betreibt außerdem zwölf Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund acht Megawatt.

Geld sucht Bauer

Die Ernte 2009 ist eingefahren, in den vergangenen Monaten wurden rund 150.000 Tonnen Getreide geerntet und 200.000 Tonnen Biomasse für die Biogasproduktion eingelagert. Für einen Großteil der Ernte hatte sich das Unternehmen die hohen Absatzpreise aus dem Vorjahr gesichert. Die Resternte wurde eingelagert in der Hoffnung auf eine positive Lagerrendite, weil der Vorstand mit steigenden Getreidepreisen rechnet. Nicht nur die Absatzpreise liegen unter dem Niveau des Vorjahres, sondern auch die Preise für wichtige Betriebsmittel. Den Preisverfall nutzte KTG, um sich zum Beispiel günstig mit Diesel und Dünger einzudecken.

Anzeige

Größenvorteil für KTG

Verglichen mit durchschnittlichen Höfen hat KTG erhebliche Größenvorteile. So kommt das Unternehmen ohne Zwischenhändler aus, kann also direkt an weiterverarbeitende Betriebe liefern. Selbst in den internationalen Getreideexport ist KTG eingestiegen. Die erste Lieferung von über 55.000 Tonnen Weizen, wovon 10.000 Tonnen aus eigener Ernte stammten, wurde nach Saudi-Arabien verschifft. Immer mehr Finanzinvestoren wollen in Acker-flächen investieren. Nur fehlt den Geldverwaltern der Stallgeruch. Mit der professionellen Bewirtschaftung im Auftrag von Investoren eröffnet sich für KTG ein weiteres Geschäftsfeld. In Rumänien etwa erhielten die Hamburger den Zuschlag für die Bewirtschaftung von zwei Betrieben mit einer Anbaufläche von zusammen 7000 Hektar.

Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%