Aktientipp: Metro: Eigene Marken bringen höhere Margen

Aktientipp: Metro: Eigene Marken bringen höhere Margen

Bild vergrößern

Kursverlauf der Metro-Aktie 2007-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Metro, größter Handelskonzern Europas, ist Gewinner der gestiegenen Kauflaune der deutschen Verbraucher. Die erfolgreiche Expansion in China könnte jetzt die Aktie zusätzlich beflügeln.

Die Stimmung der Verbraucher hellt sich auf. Der Konsumklimaindex des Nürnberger Marktforschers GfK erreichte im September den höchsten Stand seit drei Jahren. Im Oktober, so die Indikation, soll er noch weiter steigen. Das Institut der Deutschen Wirtschaft rechnet damit, dass die Inlandsnachfrage in diesem Jahr um 2,25 Prozent zulegt. Der deutsche Einzelhandel, der 2009 um zwei Prozent schrumpfte, könnte damit einen großen Teil der Krisenverluste wieder ausgleichen.

Gewinner der Kauflaune ist Dax-Wert Metro, mit 68 Milliarden Euro Jahresumsatz (2010) größter Handelskonzern Europas. Im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft sollen in den Elektronik-Märkten Saturn und Media Markt (30 Prozent Umsatzanteil im Konzern) erstmals Notebooks, Fernseher und andere Elektrogeräte eigener Marken angeboten werden. Das macht unabhängiger von den großen Elektronikherstellern und bringt höhere Margen ein als der Vertrieb fremder Artikel.

Anzeige

Kaufhof bleibt das Sorgenkind

Dazu forciert Metro die Expansion in China. Am 4. November wird in Shanghai auf 7000 Quadratmetern in bester Einkaufslage der erste Media Markt in China eröffnet. Partner ist Foxconn aus Taiwan, weltgrößter Hersteller von Elektronikartikeln. In den nächsten fünf Jahren sollen 100 Elektronikmärkte in China eröffnet werden.

Der steigende Anteil des internationalen Geschäfts (mehr als 60 Prozent vom Umsatz) hilft Metro auch im klassischen Großhandel. In China ist Metro mit 49 Cash&Carry-Märkten vertreten, in Russland und der Ukraine ziehen die Umsätze wieder an, in Ägypten eröffnete Metro im Juni den ersten Großmarkt.

Sorgenkind des Konzerns bleibt Kaufhof (fünf Prozent Umsatzanteil). Auch wenn es vorerst nicht zu dem von Metro angestrebten Zusammenschluss mit Teilen von Karstadt gekommen ist, die Bildung eines deutschen Warenhauskonzerns aus Kaufhof und Karstadt-Häusern ist nicht vom Tisch. Langfristig könnte die Metro hier als Juniorpartner auftreten – um sich damit schrittweise vom schwierigen Warenhausgeschäft zu verabschieden.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%