Aktientipp: Nomura Holdings: Japaner kaufen

Aktientipp: Nomura Holdings: Japaner kaufen

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Kursverlauf der Nomura-Holdings-Aktie 2008-2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

Das japanische Brokerhaus Nomura baut sein globales Investmentgeschäft konsequent aus. Künftige Investments an der Wall Street bieten Anlegern Chancen.

Die japanische Börse hatte die Neujahrsbotschaft von Japans neuem Finanzminister Naoto Kan offenbar geahnt. Vom Schwächeanfall im November 2009 legte der Nikkei um fast 20 Prozent zu. Während Kans Vorgänger Hirohisa Fujii, der offiziell aus Gesundheitsgründen seinen Posten räumte, noch Haushaltsdisziplin anmahnte, setzt Kan wieder klar auf die keynesianische Karte – Schulden machen, Geld drucken, Währung abwerten. Aber das ist längst kein japanisches Phänomen mehr. Klar sein muss Anlegern natürlich, dass damit die Schuldenproblematik vergrößert und deren Lösung nur vertagt wird. Japans Staatsschulden liegen bereits bei rund 200 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung.

Nomura geht konsequent seinen Weg

Das klappte nur, weil nicht das Ausland, sondern Japans Sparer ihre Regierung finanzierten. Doch die alternde Bevölkerung braucht ihre Ersparnisse für den Ruhestand. Die Regierung wird sich nicht ewig zu unter zwei Prozent finanzieren können. Sollten die Zinsen in Japan steigen, droht der Staatsbankrott – oder eine hyperinflationäre Abwärtsspirale des Yen. Unklar ist nur, wann es schließlich zum endgültigen Kollaps kommt. Bis zu diesem Tag X müssen Anleger versuchen, ihr Kapital bestmöglich zu schützen. Das ist nicht einfach, wird aber vermutlich eher gelingen mit Aktien als mit Staatsanleihen. Um an der Scheinblüte an den Aktienbörsen und den gewaltigen Anleiheemissionen in Japan und im Rest der Welt zu verdienen, setzt das Brokerhaus Nomura den Weg zu einer globalen Investmentbank konsequent fort. Begonnen hat dieser mit dem Kauf des Asien- und Europa-Geschäfts der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers. Nachdem sich der japanische Finanzkonzern, der ohne Staatshilfen ausgekommen ist, bei Anlegern gut fünf Milliarden Euro Eigenkapital besorgt hat, soll nun das Geschäft an der Wall Street ausgebaut werden.

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