Aktientipp: Novartis: Grippaler Effekt

Aktientipp: Novartis: Grippaler Effekt

Bild vergrößern

Kursverlauf der Novartis-Aktie 2008/2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Das Geschäft mit der Schweinegrippe schwemmt zusätzliche Millionen in die Kassen des Schweizer Pharmakonzerns Novartis. Auch das China-Geschäft entwickelt sich gut.

Vor wenigen Tagen erhielt Novartis in Deutschland die Zulassung für Celtura, einen neuen Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Für den Schweizer Pharmakonzern ist das ein Meilenstein, da Celtura nicht wie bisherige Impfstoffe in Hühnereiern hergestellt wird, sondern mithilfe von Zellkulturen. Novartis verspricht mit dieser neuen Methode eine schnelle Produktion von Impfstoffen. Bis zu 700 Millionen Dollar zusätzlichen Umsatz will der Konzern im vierten Quartal mit dem neuen Grippeimpfstoff erzielen.

Darüber hinaus ist Novartis mit 33 Prozent am Konkurrenten Roche beteiligt, der in diesem Jahr 2,7 Milliarden Dollar Umsatz mit seinem Grippemedikament Tamiflu machen dürfte. Unterm Strich wird Novartis wegen der weltweiten Grippewellen seinen Umsatz in diesem Jahr von 41,5 Milliarden Dollar auf mehr als 44 Milliarden erhöhen. Da die Gewinnspannen bisher stabil sind, ist für 2009 ein Rekordertrag in Sicht.

Anzeige

Neue Medikamente wachsen zweistellig

Auch für 2010 sind die Aussichten gut. Zwar verlieren Medikamente mit Milliardenumsätzen (sogenannte Blockbuster) wie der Blutdrucksenker Diovan oder das Antikrebsmittel Glivec an Dynamik, dafür liefern zunehmend neue Medikamente zweistellige Wachstumsraten: etwa Lucentis gegen Augenleiden oder Exforge und Rasilez gegen Kreislaufbeschwerden. Die Schweizer haben zudem eine der aussichtsreichsten Pipelines der Branche: Novartis-Forscher arbeiten an fast 150 neuen Präparaten.

Ein weiterer Wachstumsschub kommt aus China. In den nächsten fünf Jahren wird Novartis hier eine Milliarde Dollar in den Ausbau der Forschung stecken. In Shanghai entsteht – neben der Zentrale in Basel und der Entwicklungsabteilung im amerikanischen Cambridge – der dritte Forschungsschwerpunkt des Konzerns.

Das hat gute Gründe: Mit zweistelligen Wachstumsraten legt der chinesische Pharmamarkt wesentlich schneller zu als das Geschäft in Europa und in den USA. Das in der Branche führende Marktforschungsinstitut IMS Health rechnet damit, dass der chinesische Pharmamarkt von derzeit 25 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2013 auf mehr als 70 Milliarden Dollar anwachsen wird.

Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%