Aktientipp: Petroplus: Raffinierte Karte

Aktientipp: Petroplus: Raffinierte Karte

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Kursverlauf der Petroplus-Aktie 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

Die positive Konjunkturentwicklung in den Industrieländern sorgt für gesteigerte Nachfrage nach Rohstoffen. Mutige können eine Raffeneriegesellschaften setzten, wie etwas die Schweizer Petroplus.

In den Industrieländern fielen die zuletzt veröffentlichten Frühindikatoren für die Industrie sehr positiv aus, mitunter erreichten sie mehrjährige Rekordpositivwerte. Mit Blick auf den Basiseffekt aufgrund des schwachen ersten Halbjahrs 2009 wird die Konjunktur in den kommenden Monaten die maximale Drehzahl in diesem Aufwärtszyklus entfachen. Entsprechend anziehen wird die Rohstoffnachfrage der Industrieländer. Mutige, die an der Börse noch auf die Konjunkturkarte setzen wollen, können eine Spekulation auf Aktien von Raffineriegesellschaften wagen. Hier bieten sich die Titel von Petroplus an. Die im schweizerischen Zug beheimatete Gesellschaft verfügt mit einem maximalen Tagesdurchlauf von 750.000 Fass Rohöl in sechs Anlagen über die größten Raffineriekapazitäten in Westeuropa.

Petroplus kauft zu

Von der Konjunkturerholung war bei Petroplus lange nichts zu spüren. Überkapazitäten in der Branche, hohe Lagerbestände von Rohöldestillaten und die schwache Endnachfrage in Europa drückten die Margen. Doch die sogenannten Crack Spreads, also die Margen, die sich aus gleichzeitigem Einkauf von Rohöl und dem Verkauf raffinierter Erdölprodukte zum jeweils aktuellen Preis ergeben, sind zuletzt gestiegen. Höhere Crack Spreads wirken sich unmittelbar positiv auf die operative Gewinnentwicklung von Petroplus aus. Das Management hat bereits durchblicken lassen, dass die Nettobarposition im ersten Quartal 2010 von minus 140 auf plus 185 Millionen Dollar gedreht habe. Das endgültige Zahlenwerk zum ersten Quartal kommt am 5. Mai. Petroplus steigt jetzt erstmals in den USA ein und übernimmt vom dortigen Marktführer Valero Energy eine stillgelegte Raffinerie in Delaware. Abgewickelt wird der Zukauf über das gemeinsam mit den Private-Equity-Gesellschaften Blackstone und First Reserve gehaltene Anlagevehikel PBF Energy. Der Kaufpreis beträgt 170 Millionen Dollar plus weitere 50 Millionen Dollar für ein im Kaufpaket enthaltenes Kraftwerk. Die Anlage soll nach dem Abschluss von Wartungsarbeiten im Frühjahr 2011 in Betrieb gehen. Dagegen könnte die Raffinerie im französischen Reichstett vor dem Aus stehen.

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