Aktientipp: Royal Dutch Shell: Mit Bedacht

Aktientipp: Royal Dutch Shell: Mit Bedacht

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Kursverlauf der Royal Dutch Shell-Aktie zwischen 2007-2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die Gewinnrezession am Ölmarkt scheint sich ihrem Ende zu nähern, entsprechend interessant werden jetzt Ölaktien. Wichtig ist jedoch eine solide finanzielle Verfassung der Unternehmen, denn Risiken bleiben.

Die Gewinnrezession im Ölsektor wird nach Meinung von Goldman Sachs im zweiten Quartal 2009 ihren Tiefpunkt erreicht haben. Vom dritten Quartal an soll es wieder aufwärtsgehen. Voraussetzung dafür wäre natürlich eine anziehende Ölnachfrage im Zuge einer Konjunkturerholung und ein mindestens stabiler Ölpreis. Die Preisprognosen der Ölanalysten für das dritte Quartal liegen im Schnitt bei 60 Dollar pro Fass, für das Schlussquartal bei 65 Dollar. Entsprechend interessant wirken Ölaktien, vor allem mit Blick auf ihre tiefe Bewertung. Im Schnitt kommt die Branche, gemessen an den Gewinnschätzungen für 2010, derzeit auf ein KGV von rund acht. Zum Vergleich: Das durchschnittliche KGV des S&P 500 liegt, wohlwollend betrachtet, etwa doppelt so hoch.

Solide Verfassung

Trotzdem sollten Anleger auf Qualität achten und Aktien von Unternehmen bevorzugen, die in einer soliden finanziellen Verfassung sind. Das gilt besonders für Royal Dutch Shell. Auf aktuellem Ölpreisniveau kann der Ölmulti problemlos die nötigen Investitionen in die Erschließung neuer Ölvorkommen stemmen, ohne die Dividenden kappen zu müssen (aktuelle Dividendenrendite 6,5 Prozent). Das ist ein Puffer für den Worst Case. Mit diesem rechnet Philip Verleger. Entgegen der Schar der Bankanalysten geht der US-Energieökonom noch 2009 von einem Kollaps des Ölpreises auf 20 Dollar pro Fass aus. Begründung: Das weltweite Ölangebot übersteige die Nachfrage derzeit um eine Million Barrel pro Tag. Gleichzeitig notieren die Terminpreise in Erwartung von steigender Nachfrage und Inflation weit über dem aktuellen Lieferpreis. Entsprechend lukrativ sei es derzeit, Öl zu bunkern. Nur werden dadurch die weltweiten Lagerkapazitäten immer knapper und teurer, weshalb das gebunkerte Öl schon bald geballt auf den Markt schwappen werde.

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