Aktientipp: RWE: Länger laufen

Aktientipp: RWE: Länger laufen

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Kursverlauf der RWE-Aktie 2007-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

Die verlängerten Laufzeiten für die Atomkraftwerke sorgen bei der Aktie des Energieversorgers RWE für Aufwind.

Fünf Monate liefen RWE-Aktien schlechter als der Dax, weil die befürchtete Atomsteuer die Gewinnaussichten des Energiekonzerns massiv belastete. Nun, nach den jüngsten Beschlüssen der Regierung, dürfen die Atomkraftwerke von RWE (Biblis, Gundremmingen, Lingen Ems) länger laufen als bisher erwartet. Immerhin, RWE holt ein Fünftel seiner Stromproduktion aus Atomkraft. Welche finanziellen Auswirkungen der Beschluss hat (wenn er denn so durchgesetzt wird), ist allerdings offen. Atomkraftgegner wie das Freiburger Öko-Institut berechnen für RWE bis 2017 je nach Strompreis einen positiven Effekt von 8 bis 17 Milliarden Euro.

Der Wind hat sich gedreht

Die Wirtschaftsforscher vom DIW kommen nur auf 1,1 Milliarden jährlichen Zugewinn. RWE selbst spricht wegen der Atomsteuer und den Beiträgen für erneuerbare Energien sogar von einer Zusatzbelastung. Dennoch, für RWE-Aktien hat sich der Wind gedreht. Selbst vorsichtig gerechnet, werden die Belastungen geringer ausfallen als bisher angenommen, wenn es nicht sogar zu neuen, optimistischeren Prognosen kommt. Dabei zählten RWE-Papiere schon nach bisheriger Rechnung (Kurs-Gewinn-Verhältnis 2011 um acht) zu den günstigsten deutschen Aktien. Die Aussicht auf stabilere Gewinne und die hohe Dividende (6,5 Prozent Rendite) dürften dazu führen, dass RWE-Aktien ihren Rückstand zum Dax schrittweise aufholen.

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