Aktientipp: SABMiller: Gezapft wird noch

Aktientipp: SABMiller: Gezapft wird noch

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Kursverlauf der SABMiller-Aktie 2007-2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Auch in der Krise wird reichlich Bier getrunken. Davon profitiert die Aktie des weltweit zweitgrößten Brauereikonzerns SABMiller, der in der Krise den Umsatz verbessern konnte.

Bier trinkt man auch in der Krise, vielleicht nicht mehr, aber viel weniger auch nicht. Trotz globaler Wirtschaftskrise und Preisdruck ist es dem weltweit zweitgrößten Brauereikonzern (unter anderem Grolsch, Miller, Peroni, Pilsner Urquell) gelungen, im Geschäftsjahr 2008/09 (31. März) den Umsatz um sechs Prozent auf 25,3 Milliarden Dollar zu verbessern. Der Vorsteuergewinn fiel zwar um neun Prozent auf rund drei Milliarden Dollar, aber die operative Marge lag mit 16,3 Prozent immer noch auf einem beeindruckenden Niveau.

Aktie hält sich robust

Entsprechend robust hält sich auch die SABMiller-Aktie. Der Biertitel notiert aktuell nur 15 Prozent unter dem Kurshoch von 2007. In den nächsten Wochen könnten defensive Titel relativ besser abschneiden als Zykliker, die seit dem Märztief von übertriebenen Konjunkturhoffnungen getragen wurden. Auch das Management von SABMiller entscheidet natürlich nicht frei von der erwarteten Konjunkturentwicklung. Weil derzeit niemand abschätzen kann, ob und wann sich eine Erholung der Weltwirtschaft tatsächlich einstellt, stellt sich der Brauereiriese vorsichtshalber auf eine längere Durststrecke ein und kürzt das Investitionsbudget im aktuellen Geschäftsjahr 2009/10 um rund 30 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Unsicherheit besteht auch über die weitere Entwicklung der Rohstoffkosten und – gerade für einen global operierenden Konzern – über die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere mit Blick auf den US-Dollar, in dem der Brauereikonzern bilanziert. Trotzdem gilt: Bierbrauen ist nicht Maschinenbauen.

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