Aktientipp: Sandridge Energy: Der Ölbaron kauft

Aktientipp: Sandridge Energy: Der Ölbaron kauft

Bild vergrößern

Kursverlauf der Sandridge-Energy-Aktie 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Die Aktie des Öl- und Gasproduzenten Sandbridge Energy litt zuletzt unter der geplatzten Gaspreisblase in den USA. Die aktuelle Kurschwäche lockt jetzt mutige Investoren.

2008 lief die Aktie des Öl- und Gasproduzenten nahezu wie ein Optionsschein auf den US-Erdgaspreis Henry Hub. Dieser nach einer Pipeline in Louisiana benannte Referenzpreis stieg bis zur Jahresmitte auf mehr als 13 Dollar je Million britischer Thermaleinheiten (MMBtu). Der Kurs von Sandridge Energy, damals noch überwiegend ein Erdgasförderer, erreichte gleichzeitig fast 70 Dollar. Die Wirtschaftskrise ließ die Gasblase platzen, Erdgaspreis und Sandridge-Kurs brachen ein auf jeweils weniger als fünf Dollar. Erdgas ist nicht nur wegen der krisenbedingt einbrechenden Nachfrage günstiger geworden. Maßgeblich beigetragen hat auch ein höheres Angebot dank neuer Fördertechniken, die es etwa ermöglichen, Gas aus Schiefergestein zu gewinnen. Angesichts der Erholung des Ölpreises und des weiter schwachen Erdgaspreises begann Sandridge, das Engagement im Ölgeschäft auszubauen. Dazu kaufte die Gesellschaft aus Oklahoma City Ende 2009 für 800 Millionen Dollar Vermögenswerte von Forest Oil. Erst vor wenigen Wochen abgeschlossen wurde der Kauf des Konkurrenten Arena Resources für 1,6 Milliarden Dollar.

Öl- und Gasreserven haben sich verdoppelt

Dank der Zukäufe haben sich die geprüften Öl- und Gasreserven von Sandridge nahezu verdoppelt, auf insgesamt 288 Millionen Barrel. Der Erdölanteil an den Gesamtreserven liegt nun bei 82 Prozent. Zuletzt nahm der Verkaufsdruck auf die Aktie zu. Weil die Arena-Übernahme überwiegend mit neuen Aktien finanziert wurde, dürften ehemalige Arena-Aktionäre Kasse machen. Auch die aktuell 2,76 Milliarden Dollar Nettofinanzschulden belasten. Aussichtslos ist die Lage aber nicht. Immerhin hat Sandridge gut 20 Millionen Barrel der zukünftigen Ölproduktion bis 2013 zu Preisen zwischen 80 und 88 Dollar pro Barrel abgesichert. Das garantiert in diesem Zeitraum 1,9 Milliarden Dollar Öleinnahmen. Vom Verkauf nicht mehr als strategisch angesehener Vermögensteile erhofft sich das Management für 2011 eine zusätzliche Mittelzufuhr von bis zu 400 Millionen Dollar. Mutige Investoren können die aktuelle Kursschwäche nutzen und eine erste Position aufbauen. So macht es auch US-Ölbaron T. Boone Pickens. Dessen Hedgefonds BP Capital Management baute die Position in Sandridge zuletzt um fünf Prozent auf zwei Millionen Aktien aus.

Anzeige
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%