
Rückläufige Bestellungen, vor allem aus der Chemieindustrie, drückten das Familienunternehmen Sartorius im ersten Halbjahr in die roten Zahlen. Im Geschäftsbereich Wägetechnik (ein Drittel Umsatzanteil) fielen neben 3,4 Millionen Euro operativem Verlust noch 14,7 Millionen Euro Sonderaufwendungen an, vor allem für den Personalabbau. Rechnet man diese Belastungen mit hinein, machte Sartorius im ersten Halbjahr unterm Strich 4,8 Millionen Euro Verlust. Per Ende Juni 2008 schlugen noch 9,8 Millionen Euro Gewinn zu Buche. Den Tiefpunkt der Ertragsentwicklung dürfte Sartorius zur Jahresmitte nun aber erreicht haben. 2010 werden die Personalkosten auf einem niedrigeren Niveau liegen als dieses Jahr. Dank der weltweiten konjunkturellen Stabilisierung dürfte sich dann auch die Erlösseite über mehr Bestellungen stabilisieren.
Einwegbeutel beflügeln Geschäft
Schon auf Wachstumkurs ist Sartorius in seinem Geschäftsbereich Biotechnologie (zwei Drittel Umsatzanteil). Hier beflügeln derzeit vor allem Aufträge großer Pharmakonzerne, die Verbrauchsmaterialien (Einwegbeutel, sterile Filter) für die Produktion von Impfstoffen gegen die Schweinegrippe bestellen.
Bis Ende dieses Jahres dürften die schwachen Zahlen der Wägetechnik das Gesamtergebnis des Konzerns noch belasten. 2010 ist dann der Turn-around in Sicht. Sartorius-Aktien sind eine Wende-Spekulation für mutige Anleger nach bis zu 90 Prozent Kursverlust.









