Architekten: Deutsche Promi-Architekten stoppen Bauprojekte

Architekten: Deutsche Promi-Architekten stoppen Bauprojekte

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Die Computersimulation zeigt die weltgrößte Wasserfontänen-Landschaft in Dubai, Vereinte Arabische Emirate (undatiertes Handout). Der Vorsitzende des Verwaltungsrates des Immobilien- Konzerns Emaar, Mohammed Ali al-Abbar, sagte am Mittwoch (11.06.2008) in Dubai, das Wasserspiel werde unweit des Turms auf einer Fläche entstehen, die in etwa zwei Fußballfeldern entspricht. Das Wasser werde mehr als 150 Meter hoch in die Luft schießen, hieß es. Die Kosten des Projektes gab er mit rund 218 Millionen US-Dollar (rund 140 Millionen Euro) an. (zu dpa 0457 vom 11.06.2008) ACHTUNG: Verwendung nur mit Urheberhinweis Foto: Emaar (c) dpa - Bildfunk

Die Finanzkrise trifft die Stars der deutschen Architektur. Von Russland bis China werden Bauprojekte auf Eis gelegt. Selbst im einstigen Investorenparadies Dubai wachsen die Türme nicht mehr in den Himmel.

Die Ansage wirkte wie ein Signal für die Branche. Vor vier Wochen kündigte der Londoner Stararchitekt und Planer der Reichstagskuppel Sir Norman Foster an, er wolle sein Berliner Büro auflösen und weltweit 350 Stellen streichen. Auch Deutschlands Promi-Architekten leiden zunehmend unter Baustopps, die wegen der Finanzkrise verhängt werden.

Gunter Henn, bekannt durch die Autostadt in Wolfsburg, musste in Dubai die Arbeit an einem milliardenschweren, 700.000 Quadratmeter großen Projekt einstellen. In den Golfstaaten arbeiteten viele Projektentwickler nach dem Motto: „Erst mal bauen, irgendeiner wird es schon brauchen“, doch dafür gebe es keine Finanzierung mehr, sagte Henn.

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Viele Investitionen in Dubai gestoppt

Von seinen fünf Projekten im Emirat lägen drei auf Eis. Entlassen will Henn vorerst nicht. Das Architekturbüro Schultes Frank, das das Kanzleramt entworfen hat, musste die Planungen für zwei je 100 Millionen Euro teure Apartmenthäuser in Kairo und in den Vereinigten Arabischen Emiraten abbrechen.

Beim Konkurrenten Albert Speer & Partner lägen ein Fremdenverkehrsprojekt in Ägypten und Aufträge in Russland auf Eis, heißt es aus dem Büro. Ein Stadtentwicklungsprojekt in Vietnam sei gestrichen.

Meinhard von Gerkan vom Hamburger Büro gmp, das Berlins Hauptbahnhof entworfen hat, musste einen Softwarepark in Peking aufgeben. Kleiner Trost: Gerkan erhielt den Auftrag, das Parlamentsgebäude in Hanoi zu planen.

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