AstraZeneca: Starke Rendite

AstraZeneca: Starke Rendite

Die Aktie des schwedisch-britischen Pharmakonzerns AstraZeneca ist im Sturzflug. In den vergangenen eineinhalb Jahren halbierte sich der Börsenwert des Unternehmens auf 28 Milliarden Pfund, umgerechnet 36,6 Milliarden Euro.

AstraZeneca hat reichlich Probleme am Hals. So laufen mehrere Prozesse, bei denen die Briten wichtige Patente gegen Generikahersteller verteidigen müssen. In Alabama verlor AstraZeneca einen Rechtsstreit, weil das Unternehmen mit der staatlichen Krankenversicherung zu hohe Medikamentenpreise abrechnete. Zu allem Überfluss traten in Studien zum neuen Antikrebsmittel Recentin unerwünschte Nebenwirkungen auf.

Doch die Astra-Manager steuern dagegen. So verdoppelte sich im vergangenen Jahr die Zahl der Präparate in der wichtigen klinischen Phase drei. Durch die Übernahme von Med-immune verstärkt sich Astra auf dem Wachstumsmarkt Biotechnologie. Das biotechnisch hergestellte Atemwegsmedikament Synagis bringt schon Jahresumsätze von mehr als einer Milliarde Dollar. Auf der Kostenseite soll der Abbau von 7600 Stellen – ein Zehntel der Belegschaft – Entlastung bringen.

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Teile der Forschung werden ausgelagert, wie gerade die Entwicklung für Magen-Darm- Präparate. Skeptiker erwarten, dass AstraZeneca in diesem Jahr 190 Pence je Aktie verdient; das wäre ein Rückgang von sieben Prozent. Doch selbst wenn Astra so schwach abschneidet, hätte das Papier nur eine zehnfache Gewinnbewertung. Zudem könnte Astra eine Dividende finanzieren, die in den vergangenen zwei Jahren bei etwa 90 Pence je Aktie lag. Bei Kursen um 1800 Pence ergäbe eine Rendite von fünf Prozent.

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