
Jochen Sanio, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), pflegt trotz aller Macht, die ihm das Amt verleiht, stets den Auftritt eines bescheidenen Staatsdieners. Das gilt auch für sein Gehalt. Sanio erhält nach der Beamtenbesoldungsgruppe B 10 rund 133.000 Euro im Jahr. Doch mit dieser Bescheidenheit soll es vorbei sein, wenn Sanio Anfang kommenden Jahres in Ruhestand geht.
Künftig sollen die Spitzenkräfte der Bafin „auf der Grundlage öffentlich-rechtlicher Amtsverhältnisse“ tätig sein, heißt es in einem Vorschlag des Bundesfinanzministeriums (BMF), der dem Handelsblatt vorliegt.
Sanios voraussichtliche Nachfolgerin Elke König soll mit rund 230.000 Euro deutlich besser bezahlt werden, und mit ihr auch die anderem Mitglieder des fünfköpfigen Vorstands. König ist derzeit Mitglied im Londoner Gremium für internationale Rechnungslegung (IASB) und soll nach dem Willen des BMF an die Spitze der Bafin treten.
Das BMF begründet die Gehalterhöhung mit dem Wettbewerb um qualifizierte und erfahrene Führungskräfte. Um „geeignete Persönlichkeiten“ zu finden, sei es an der Zeit gewesen, finanziell nachzubessern. Die neuen Vergütungsregeln sollen bis Ende Oktober verabschiedet werden.










