Bilanzsaison: Was hinter den Kennzahlen steckt

Bilanzsaison: Was hinter den Kennzahlen steckt

Bild vergrößern

Der Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann der Bilanz-Pressekonferenz der Allianz in München im Jahr 2007. Die meisten Aktiengesellschaften legen im Frühjahr ihren Geschäftsbericht vor

von Christof Schürmann

Viele Aktiengesellschaften legen im Frühjahr ihre Geschäftsberichte für das vergangene Jahr vor - und diese strotzen vor Kennziffern. Was sich hinter Cash-Flow & Co verbirgt.

Operativer Cash-Flow: Operativer Zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, wird in der Regel ausgehend vom Nettogewinn (Jahresüberschuss) errechnet und gibt an, wie viel Geld aus den Umsätzen eines Unternehmens tatsächlich in der Kasse hängenbleibt und zum Beispiel für Investitionen oder Dividenden zur Verfügung steht. Der Cash-Flow ist aussagekräftiger als ein isoliert betrachteter Gewinn und damit eine der wichtigsten Kennziffern für Aktionäre.

Mehr zum Thema

Freier Cash-Flow: Gibt die freien, dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Mittel an. Er wird berechnet aus dem operativen Cash-Flow abzüglich  Posten wie Investitionen, ist aber nicht eindeutig definiert und kann von Unternehmen zu Unternehmen abweichen.

Anzeige

Ebitda: Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisation. Schönwetterkennzahl ohne großen Belang. Aussagekraft nur im Verhältnis zum Schuldenstand (je geringer die Relation Ebitda zu Schulden, desto günstiger für die Gläubiger).

Ebit: Ergebnis vor Steuern und Zinsen.

Ebt: Ergebnis vor Steuern.

Jahresüberschuss(fehlbetrag): Gewinn (Verlust) nach Steuern.

EPS: Ergebnis je Aktie (Earnings per Share), Jahresüberschuss des Unternehmens geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien.

KGV: Der Aktienkurs geteilt durch das EPS ergibt das Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kennzahl für die Aktienbewertung. Aussagekraft ist wegen zahlreicher Bilanzregeländerungen inzwischen gering.

KBV: Kurs-Buchwert-Verhältnis. Verhältnis von Kurs zu dem dem Aktionär zustehenden Eigenkapital. Aussagekraft ebenfalls gering, da Unternehmen den Buchwert mindernde Abschreibungen regelmäßig auf die lange Bank schieben .

Nettofinanzschulden: Verbindlichkeiten aus Krediten oder Anleihen abzüglich des Kassenbestands und kurzfristig veräußerbarer Wertpapiere eines Unternehmens

Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%