Blog Finanzkrise: Banken am Abgrund

Blog Finanzkrise: Banken am Abgrund

Pecunia non olet - Geld stinkt nicht. Oder wohl doch? Wenn man Bankern wie Josef Ackermann zuhört, stehen grundsätzliche Bedenken gegen staatliche Hilfe ganz oben auf der Werteliste. Dabei geht es derzeit überhaupt nicht mehr um solche Befindlichkeiten, sondern schlichtweg um die Rettung des Bankensystems.

Kalt, ohne Befindlichkeit, zeigen die Kurskurven, vor welchem Abgrund die Branche steht: Der Stoxx 600 Banken, repräsentativer Index der europäischen Geldhäuser, hat bei einem Stand von 210 bis 215 Punkten die Tiefspitzen der Jahre 1998 und 2001 erreicht. Genau genommen hat er die bisherigen Tiefs sogar leicht touchiert. Ein böses Omen?

Das Problem dabei: Wenn diese Untergrenze nicht hält, kann schnell ein weiterer Rückschlag folgen. Aus dem Blick der Kurven-Deuter liegt die nächste Untergrenze erst bei 150 Indexpunkten. Das wäre ein Restrisiko von 30 Prozent; damit sollte niemand spielen. Es kommt jetzt alles darauf an, dass sich die Kurse europäischer Bankaktien in den nächsten Tagen schleunigst aus der akuten Gefahrenzone befreien. Wenn nicht, wird es brenzlig.

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Dass staatliche Hilfe an der Börse ankommt, hat gerade die niederländische ING-Aktie gezeigt. Nach Bekanntgabe einer Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro machte der Kurs einen Freudensprung.

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