Börse Frankfurt: Dax legt zu – Roubini warnt vor Rezession

Börse Frankfurt: Dax legt zu – Roubini warnt vor Rezession

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Ein Händler schaut in der Börse in Frankfurt am Main auf seine Monitore

Stoppt der Dax tatsächlich seine Talfahrt? Heute scheint zumindest eine Verschnaufpause drin zu sein. Denn nach dem Kursrutsch der vergangenen Tage trauen sich Schnäppchenjäger aus der Deckung. Doch schon am Nachmittag könnte die Stimmung umschlagen, wenn neue Daten aus den USA veröffentlicht werden.

Der Dax legt um 0,3 Prozent auf 5 922 Punkte zu. Börsianer begründen die frühe Stärke des Leitindex mit Käufen von Schnäppchenjägern, nachdem die Kurse in jüngster Zeit kräftig gefallen waren. Der Leitindex hatte in den vergangenen fünf Handelstagen rund sechs Prozent verloren.

Der japanische Aktienmarkt hatte am Donnerstag Gewinne verbucht und damit seine viertägige Talfahrt beendet.

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Zweispältige Impulse kommen aus den USA. Zwar schloss der Dow-Jones-Index am Mittwoch in New York 0,2 Prozent fester bei 10 060 Punkten, allerdings hatten erneut negative Konjunkturdaten den Index zeitweilig unter 10 000 Punkte gedrückt. Heute könnten die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe die Märkte bewegen (14.30 Uhr).

Der Volkswirt Nouriel Roubini sieht das US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal "deutlich unter" einem Prozent. Der Professor der Universität New York, der die globale Finanzkrise vorhergesehen hatte, beziffert die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Rezession mit 40 Prozent. Roubinis Prognose geht davon aus, dass die Regierung in Washington ihre Wachstumsschätzung für das zweite Quartal nach unten revidieren wird. "Bestenfalls" sei mit einer Jahresrate von 1,2 Prozent zu rechnen.

"Der ganze Rückenwind für das Wachstum im ersten Halbjahr ist zu Gegenwind in der zweiten Jahreshälfte geworden", erklärte der Chef des Analysehauses Roubini Global Economics LLC in einem Kommentar. Er verwies dabei auf das 814 Mrd. Dollar schwere Konjunkturpaket der Regierung, die zeitweilige Anstellung von Mitarbeitern für die Volkszählung sowie konjunkturstützende Maßnahmen wie die Abwrackprämie im Automobilbereich und Steuerrabatte für erstmalige Eigenheimkäufer.

Für die Luffahrtbranche könnte der IATA-Monatsbericht über Passagier- und Frachtzahlen für Juli (10.00 Uhr) und Quartalszahlen von Air Berlin interessant sein. Weitere Unternehmensdaten: Indus, Fielmann, Tengelmann, Credit Agricole, Baloise, Ahold, Diageo, Novell.

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