
HB TOKIO. Die Börsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. In Tokio kam es nach dem Zwei-Wochen-Hoch des Vortages zu Gewinnmitnahmen. Doch auch ein verhaltener Wirtschaftsausblick der Fed und eher schwache Konjunkturdaten aus den USA trübten die Stimmung.
Unter Druck geriet vor allem der Elektronikkonzern Panasonic, nachdem Pläne zur vollständigen Übernahme von Sanyo Electric und Panasonic Electric Works bekanntgeworden waren. Berichte über das Vorhaben, den Deal mit einer Aktienausgabe im Volumen von bis zu 5,7 Milliarden Dollar zu finanzieren, schickte Panasonic-Papiere weiter auf Talfahrt. Die Aktien gaben 7,7 Prozent nach, Sanyo-Aktien schossen dagegen mehr als 26 Prozent in die Höhe.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,6 Prozent im Minus bei 9696 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor in Tokio 0,5 Prozent auf 861 Punkte. Auch die Börsen in Korea und Hongkong mussten Federn lassen. Der Aktienmarkt in Singapur trat auf der Stelle. Die Börsen in Taiwan und Shanghai konnten dagegen einen leichten Gewinn verbuchen.
Die Unsicherheit über die Wirtschaft in den USA und Europa verunsichere die Anleger, sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities in Tokio. Gewinnmitnahmen rückten in den Vordergrund. Auch in den USA schienen die Aktienkurse einen vorläufigen Höhepunkt zu erreichen. Ein anderer Händler sagte ebenfalls, wie die US-Börsen lege auch der japanische Markt eine Verschnaufpause ein. Am Vortag war der Nikkei um 2,7 Prozent in die Höhe geklettert und hatte auf dem höchsten Stand seit zwei Wochen geschlossen.







