• Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • Mo
    • Di
    • Mi
    • Do
    • Fr
    • Sa
    • So
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8
    • 9
    • 10
    • 11
    • 12
    • 13
    • 14
    • 15
    • 16
    • 17
    • 18
    • 19
    • 20
    • 21
    • 22
    • 23
    • 24
    • 25
    • 26
    • 27
    • 28
    • 29
    • 30
    • 31
_

Börsianer warten ab: Dax-Ausblick: Im Bann der Zinsen

Quelle: Handelsblatt Online

Zinsen, Inflationsängste und Öl - darum dreht sich derzeit das Börsengeschehen. Auch der deutsche Aktienmarkt wird in der kommenden Woche vor allem von einer neuerlichen Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed beeinflusst - und davon, ob sie ihre künftige Zinspolitik erklären kann.

HB FRANKFURT. Das ist in den kommenden Tagen das Top-Thema auf dem Parkett. Gebannt erwarten Anleger am Donnerstag die voraussichtlich 17. Zinserhöhung in den USA in Folge. Marktbeobachter gehen davon, dass sich die Anleger bis dahin eher zurückhalten werden. "Das unsichere Zinsumfeld wird wohl dazu führen, dass die Investoren die Füße still halten", sagt zum Beispiel Christian Schmidt, Marktstratege von der Helaba Trust. "Die alten Themen werden die neuen sein: Zinsen, Inflationsängste und Öl", fasst Oliver Opgen-Rhein, Aktienhändler bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, die Stimmung der Börsianer zusammen. Wegen der Aussicht auf weiter steigende Zinsen ist der Dax seit Mitte Mai auf Talfahrt, hatte sich aber in der vergangenen Woche wieder erholt. Am Freitag notierte der Leitindex bei 5 500 Punkten, ein Wochenplus von knapp drei Prozent.

Anzeige

Von Unternehmensseite her sind in der kommenden Woche kaum kursbewegende Neuigkeiten zu erwarten. "Die Umsätze werden dünn ausfallen. Man merkt, dass langsam die Sommerferien anfangen", sagt Opgen-Rhein. Zumindest die Konjunktur bekommt aber derzeit positive Impulse. Das WM-Fieber in Deutschland schlägt nach Einschätzung der Experten der Helaba allmählich auch auf die monatlichen Konjunkturindikatoren durch. Zwar werde die gute Stimmung nicht ausreichen, um dem Ifo-Geschäftsklimaindex einen weiteren Zuwachs im Juni zu bescheren, schrieben die Analysten in einer Kurzstudie. Profitiert haben dürfte allerdings der Arbeitsmarkt. "Das WM-Hoch der Deutschen sollte sich darüber hinaus in einer spürbaren Stimmungsaufhellung im GfK-Konsumklima im Juni niederschlagen", hoffen die Experten. Die Bankgesellschaft Berlin rechnet beim Ifo-Index mit einem leichten Rückgang auf 105,3 Prozent nach zuvor 105,6 Prozent. Die Beurteilung der Lage sollte sich stabilisieren, allerdings werde für die Geschäftserwartung mit einem weiteren Rückgang gerechnet.

Der Ifo-Index wird am Dienstag veröffentlicht, der GfK-Index am Mittwoch. Für Freitag stehen mit den Persönlichen Ausgaben im Mai, dem Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan sowie mit dem Einkaufsmanagerindex aus Chicago gleich eine ganze Reihe von US-Daten zur Veröffentlichung an.

Uneinigkeit über künftige Entwicklung

Gespalten zeigt sich momentan die Meinung der Marktteilnehmer über die zukünftige Kursentwicklung am Deutschen Aktienmarkt - vor allem, aber nicht nur wegen der Zinsentwicklung. Während die Bären die zuletzt gesehene Aufwärtsbewegung nur als kurzfristige Etappe auf dem weiteren Weg nach unten einstufen, weisen die Bullen unter den Marktteilnehmern auf das inzwischen erreichte attraktive Bewertungsniveau im Dax hin. Die Bären kontern das Argument mit einem Hinweis auf konjunkturell allgemein eher negative Impulse. Sie erhöhten die die Wahrscheinlichkeit für negative Gewinnrevisionen.

Die Marktstrategen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwarten, dass die bald einsetzende Berichtssaison zum zweiten Quartal und eine deutliche Entspannung bei der zuletzt stark gestiegenen Volatilität den Dax nach oben treiben könnten. Die Experten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger glauben, dass der kurzfristige starke Anstieg des deutschen Leitindex nicht von Dauer sein werde. In ihrer aktuellen "Marktmeinung aus Stuttgart" schreiben die Aktienstrategen: "Wir gehen deshalb unverändert davon aus, dass wir auch in den nächsten Wochen noch mit einer starken Schwankungsbreite der Indices zu rechnen haben." Auf längere Sicht zählen sie indes eher zu den Optimisten mit ihrer "Aussage, dass durchaus Licht am Ende des Tunnels vorhanden ist und zum Jahresende ein Dax-Stand von 6 000 Punkten wieder ein mögliches Ziel ist". Die Marktexperten meinen weiter: "Rein aus Bewertungsgesichtspunkten sind die Aktien, und hier insbesondere die Blue-Chips, günstig bewertet. Die Bilanzen sehen gut aus und es ist von einem weiteren Einnahmezuwachs auszugehen."

Wie ein Damoklesschwert hängt kommende Woche die Zinsentscheidung der US- Notenbank Fed über den Aktien- und Rentenmärkten rund um den Globus. Der Offenmarktausschuss der Fed wird am Donnerstag nach Erwartung fast aller Experten zum 17. Mal die Leitzinsen anheben - "eine Tatsache, die an den Aktienmärkten nicht gerade mit Euphorie aufgenommen werden dürfte", schreiben die Marktanalysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). MM-Warburg-Aktienstratege Carsten Klude sieht "die entscheidende Frage" nur noch darin, um wieviel die US-Notenbank die Zinsen erhöhen wird. "25 Basispunkte sind schon überall eingepreist", sagt Klude.

Ob der US-Schlüsselzins dann mit 5,25 Prozent an seinem Höhepunkt angelangt ist, bleibt jedoch unter Volkswirten umstritten. Deshalb warten die Finanzmärkte wie üblich mit besonderer Spannung auf die erklärenden Worte der Währungshüter. "Die Unsicherheit der Aktienmärkte ist ja auch darauf zurückzuführen, dass keiner weiß, wie die Zinspolitik der Fed in Zukunft aussieht. Der Markt erhofft sich von Donnerstag ein Signal", betont Klude. Die Analysten der Postbank gehen davon aus, dass die US-Notenbank in den nächsten Monaten eine "Wait-and-see"-Position einnehmen wird. In den vergangenen Wochen hatte die Furcht vieler Investoren vor einer kräftigen Straffung der US-Geldpolitik zu herben Verlusten an den weltweiten Aktienmärkten geführt. Höhere Zinsen schmälern in der Regel die Gewinne der Firmen und die Kauflust der Verbraucher.

Schlüsselfaktor US-Konsum

Eine Entwicklung ohne klare Ansage für die kommenden Monate dürfte nach Ansicht von Beobachtern weitere Unsicherheit mit sich bringen. Von den Rentenmärkten könnte die Entwicklung als Einladung verstanden werden, die Zinsen weiter in die Höhe zu hieven. Damit dürften der US-Konsum allerdings allmählich zurückgehen und die Aktienkurse weiter fallen. Eine eindeutigere Aussage der Federal Reserve lasse dagegen weniger Spielraum für Spekulationen und dürfte die Unsicherheit aus den Finanzmärkten bannen, hoffen Marktexperten.

Auf erste Bremsspuren im privaten Verbrauch in den USA weist die Bankgesellschaft Berlin hin. Das höhere Bewertungsrisiko bei Immobilien habe sich bereits im Konsumentenvertrauen niedergeschlagen. Darüber hinaus deuteten die einschlägigen Sammelindizes auf eine Wachstumsverlangsamung sowie nachlassende Inflationsrisiken hin. Die US-Wirtschaft dürfte damit auf mittlere Sicht als konjunktureller Impulsgeber ausfallen. In allen großen Volkswirtschaften der Eurozone gehe dagegen die derzeitige Belebung vorrangig auf den regen privaten Verbrauch zurück. Insbesondere in Deutschland scheinen die Konsumenten ihre notorische Kaufzurückhaltung zumindest vorübergehend abzulegen.

Die Ellwanger & Geiger-Aktienstrategen weisen darauf hin, dass sich die Renditen in den USA auf einem Fünfjahreshoch, in Deutschland auf einem Vierjahreshoch und in Japan sogar, trotz der niedrigen Verzinsung, auf einem Neunjahreshoch befinden. "Insbesondere von Japan ausgehend, könnte es Probleme geben, falls mit starken weitern Zinserhöhungen zu rechnen wäre", befürchten die Experten. Dies würde sich "unweigerlich" auf die Dollar-Entwicklung, damit auch auf die Exportquote der Europäer und somit auf die Aktienkurse auswirken.

Charttechnisch hat der Dax hat nach Einschätzung der Aktienstrategen der SEB Bank in der kommenden Woche eine gute Chance, die wichtige Widerstandsmarke bei 5 554 Punkten zu nehmen. Dafür spreche die aktuelle Aufwärtsbewegungsdynamik bei den Overbought/Oversold-Indikatoren. Allerdings gebe es auch Gefahren, sollte sich der Abbau der negativen Trendimpulse nicht fortsetzen. Sollte sich das positive Szenario durchsetzen und der Dax die notwendige Kraft finden, würde die Marke von 5871 Punkten die nächste Zielmarke darstellen. Sollte allerdings die Marke bei 5 554 Punkten das Maß aller Dinge darstellen, drohe ein erneuter Rückfall in Richtung 5 308 Punkte.

"5 500 nach unten und 5 600 Punkte nach oben - das sind die Marken, auf die es auch nächste Woche für den Dax ankommt", sagt Christian Schmidt, Marktstratege von der Helaba Trust. Er sieht aber mehr Gefahren nach unten als Chancen, die obere Marke zu knacken. Die Experten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger führen ins Feld, dass der Dax in der zurückliegenden Woche seine 200-Tageslinie "wieder knapp nach oben" durchbrochen und damit "seine Abwärtslinie vorerst verlassen hat". Sie sehen die Wiederstandslinie nun bei 5 580 Punkten.

Vergleichsrechner

Nutzen Sie hier unseren kostenlosen und unabhängigen Service: Wer bietet Ihnen aktuell die besten Zinsen und Konditonen?