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Chartanalyse: Zum Dax-Hoch im zweiten Anlauf

von Anton Riedl

Die Börsen nehmen Anlauf auf neue Höchststände. Die Startposition des wichtigsten deutschen Aktienindex Dax hat sich für 2010 aus charttechnischer Sicht deutlich verbessert. Eine Chartanalyse.

Daxverlauf 2008/2009
Daxverlauf 2008/2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Bisher hielten sich Optimisten und Pessimisten die Waage. Jetzt aber, mit dem Sprung auf bis zu 5900 Punkte, ist aus charttechnischer Sicht ein positiver Überhang entstanden.

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Als der Dax Ende Oktober den seit März laufenden Aufwärtstrend brach (1), deutete vieles auf einen Absturz hin. Der Trendbruch allein bedeutete zwar noch nicht die Trendwende; doch wäre der Dax aus der Dreiecksformation der vergangenen fünf Monate (2) nach unten gerutscht, hätte das die Auftriebskräfte seines Kopf-Schulter-Bodens (3) zunichte gemacht. Im schlimmsten Fall hätte das sogar die Fortsetzung der alten Baisse bedeutet.

Stabiler Aufwärtstrend

Nun aber hat sich der Dax aus den Schwankungen der vergangenen Monate nach oben gelöst – und aus der drohenden Abwärtswende wurde ein Konsolidierungsdreieck. Charttechnisch hat sich damit das Szenario eines stabilen Aufwärtstrends durchgesetzt.

Zunächst sollte der Dax nun bis auf etwa 6100 kommen. Dort laufen drei wichtige Linien zusammen: der alte, gebrochene Aufwärtstrend, die Dachlinie der Hochspitzen 2009 und der Widerstand, der sich aus 2008er-Tiefpunkten herleitet (4). Dass der Dax dieses Bollwerk in einem Satz überspringt, ist unwahrscheinlich. Eher dürfte er noch mal Anlauf nehmen und dazu bis zur oberen Begrenzung der Dreieckskonsolidierung bei etwa 5800 zurückkommen (5). Von dort aus sollte er einen zweiten Angriff starten und die 6100er-Hürde nehmen. Dass er schon jetzt zur 200-Tage-Durchschnittslinie (6) und zur Parallele der 2009er-Hochspitzen (7) viel Luft hat, ist ein gutes Zeichen.

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4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.12.2009, 22:25 UhrAnonymer Benutzer: schnutzelpuh

    So sehe ich das auch. Am Ende des Jahres meistens idioten Rally. Da kaufen die noch ein, die unterm Jahr nichts geschnallt haben und auf dem falschen Fuss erwischt worden sind.

    Das jetzt zum Schluss noch Jahreshöchstkurse erzielt werden, ist fundamental überhaupt nicht nachvollzieh und erklärbar.

  • 22.12.2009, 12:52 UhrAnonymer Benutzer: www.das-bewegt-die-welt.de

    Also ich möchte euch wirklich dringend empfehlen mal den aktuellen Artikel über den Mittelstand auf

    www.das-bewegt-die-welt.de

    anzusehen!

    Einfach nur noch der Hammer!

  • 22.12.2009, 11:05 UhrAnonymer Benutzer: AJ

    Eigentlich ist es doch jedes Jahr das Gleiche: Ende des Jahres werden zum Window-Dressing die Kurse bei schwachen Handel noch einmal nach oben gepusht. Die Ernüchterung kommt dann im Januar. Und wenn man die Chart-Technik zu Rate ziehen will, um die börsenentwicklung in Deutschland vorherzusagen, dann muß man sich in den USA den S&P500 ansehen. Momentan deutet alles eher auf eine seitwärts gerichtete Phase hin.

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