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Chartsignal: Die Dax-Korrektur kommt

von Anton Riedl

Die Chartanalyse zeigt, wie tief ein Rückschlag den Dax drücken kann und wann deutsche Aktien wieder ein Kauf sind.

Kritischer Blick auf den Quelle: dpa
Kritischer Blick auf den Aktienstand Quelle: dpa

Fast 60 Prozent schaffte der Dax in acht Monaten – mehr, als sich selbst Optimisten im Frühjahr erhofften. Drei wichtige Kaufsignale gab es: Erst brach der Dax den seit Anfang 2008 bestehenden Baisse-Trend (1), dann ließ er die Durchschnittslinie der vergangenen 200 Börsentage (2) hinter sich, im Juli schloss er dann eine Bodenformation mit einem Kaufsignal ab (3). Nach klassischen Chartregeln hat der Dax damit einen neuen Aufwärtstrend eingeleitet. Bevor die Notierungen nicht wieder eine Abwärtsformation bilden, ist jeder Rückschlag nur eine Korrektur in der Aufwärtsbewegung und keine Trendwende.

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Eine solche Korrektur allerdings wird immer wahrscheinlicher. An das in WirtschaftsWoche 32/2009 angepeilte Ziel von 6100 Punkten kam der Dax bis auf sechs Prozent heran. Für neue Käufe ist das zu wenig Spielraum. Der gesamte Aufwärtstrend seit März ist weit fortgeschritten. Bisher besteht er aus drei Anstiegsphasen (März bis Mai, Juli, September) und zwei Konsolidierungen (Juni, August). Seit drei Wochen läuft die dritte Anstiegsphase.

Dax-Trend
Dax-Trend

Ihr Spielraum reicht bis an den Widerstand bei 6100 (4). Zwischen 5800 und 6100 besteht die Gefahr, dass die gesamte, seit März gesehene Aufwärtsbewegung ausläuft und eine Korrektur einsetzt.

Idealtypisch wäre dann folgender Verlauf: Zunächst sollte der Rücksetzer auf den seit März bestehenden Aufwärtstrend gehen (5). Hier ist eine Zwischenerholung möglich, der aber eine zweite Korrekturbewegung folgen sollte. Hält dann die untere Linie des Aufwärtstrendkanals nicht mehr, müssten sich die Kurse spätestens zwischen 5000 und 5500 Punkten wieder fangen. Dort verlaufen in den nächsten Monaten die Dachlinie der Bodenformation (6) und der 200er-Durchschnitt (7). Von da aus könnte der Dax dann seine grundlegende Aufwärtstendenz wieder fortsetzen.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.10.2009, 11:56 UhrAnonymer Benutzer: Anton Riedl

    Hallo börsianer,

    im Geldteil der WiWo finden Sie jede Woche mindestens zwei Aktien und dazu noch einige andere Papiere, die wir für interessant halten.

    @Klaus F.
    Hallo Herr Friesewinkel,

    als Techniker schlagen derzeit zwei Herzen in meiner brust:
    Ein optimistisches, weil aus klassischer Sicht die indizes weltweit mit bodenformationen nach oben gedreht haben - also bestehen Aufwärtstrends, die theoretisch in den nächsten Jahren noch viel weiter steigen können.

    Andererseits sehe ich die Reife der aktuellen Aufwärtsbewegung, egal, ob man jetzt Wellen zählt oder wie ich eher kleine Trends. Da sind wir eben schon sehr weit gekommen, deshalb die Warnung vor der Korrektur.

    beides habe ich übrigens im Kommentar versucht, zu verbinden. Mal schauen.

    Viele Grüße

    A.Riedl


    Viele Grüße

    ri

  • 30.09.2009, 22:32 UhrAnonymer Benutzer: Mal wieder Korrektur...

    ich erinnere mich noch an die ständigen Sprüche der Analysten während es gesamten Jahres: "Für einen Einstieg ist es noch zu früh"...
    Und jetzt soll es schon zu spät sein? Oder schon wieder oder immer noch zu früh?
    Seriöse Analysten müssen irgendwann auch mal sagen: "Leute, jetzt kann man kaufen!" Das machen sie aber nicht, denn dann ist die Stimmung am schlechtesten und Teil dieser Stimmung sind die Analysten....

  • 30.09.2009, 12:10 UhrAnonymer Benutzer: Klaus F.

    Grüße Sie Herr Riedl,

    diese bärenmarktrallye seit März haben Sie in ihrer Schärfe gut prognostiziert und begleitet – Respekt!
    ich persönlich habe den Deckel bei rund 5400 vermutet, aber nach dem im Anschluss die so wichtigen 5150 gehalten haben (wir diskutierten darüber), waren neue Highs zwingend. Nun aber befindet sich der DAX wieder in einem potenziellen Umkehrbereich. Ein marginaler letzter Spike über 5800 ist noch innerhalb der Keilbildung (EDT) möglich.

    „Die Dax-Korrektur kommt“…
    ...und innerhalb dieser Abwärtsbewegung wird der DAX, nach meiner Einschätzung, bis spätestens Ende des Jahres – je nach Dynamik auch früher - wieder auf rund 4500 zurückfallen.
    Nur ein signifikanter Ausbruch über die obere Keilbegrenzung würde das bullishes Potenzial bis zunächst 6100+ freisetzen.
    Favorisiere aber die dynamische Abwärtsvariante.
    Die nun beginnende berichtssaison (Q3) wird dabei sicherlich eine Ausschlag gebende Rolle spielen. Die Konsensschätzungen für die Earnings und den Ausblick sind dieses mal "sehr" optimistisch - zu optimistisch!?

    Gruß
    Klaus F.

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