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Chronik: Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash - Seite 2

Chronik: Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

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Europas größte Bank HSBC Quelle: AP
Europas größte Bank HSBC muss bereits im Februar 2007 Verluste durch die US-Immobilienkrise einräumen Quelle: AP

Februar 2007: Erste Zahlungsausfälle bei Hypothekenkrediten

Vermehrte Zahlungsausfälle bei Hypothekenkrediten in den USA lenken die Aufmerksamkeit auf diese spezielle Art der Subprime-Darlehen, die im Laufe der Jahre zu Hunderttausenden an nichtsolvente Hausbauer und -besitzer vergeben wurden.

Finanzpapiere, die von Bankkonzernen unter Einbeziehung solcher Darlehen emittiert und gehandelt werden, verlieren schlagartig an Wert. Die sogenannte Subprime-Krise beginnt.

April 2007: Erste Opfer in den USA

Die US-Immobilienkrise fordert ihr erstes prominentes Opfer. Der US-Hypothekenfinanzierer  New Century Financial strauchelt und geht schließlich am 2. April 2007 mit einem ausgewiesenen Verlust von etwa 450 Millionen Dollar pleite. Die Bank hatte sich sehr stark auf den Sektor mit schlecht besicherten Immobilienkrediten in den USA spezialisiert. Noch hoffen die Finanzmärkte weltweit, dass die Krise sich auf dieses Marktsegment beschränkt.

Allerdings muss auch bereits am 8. Februar HSBC, Europas größte Bank, wegen ihres US-Hypothekengeschäfts, eine Gewinnwarnung ausgeben. Später schreibt sie 880 Millionen Dollar ab.

Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass die Immobilienwerte selbst in ehemaligen Boomgebieten absacken, die US-Reihenhäuser stehen reihenweise leer. Damit platzen weitere Kredite, die im Vertrauen auf einen sicheren Wert des Eigenheims an deren Besitzer ausgezahlt wurden.

März 2007: US-Finanzminister Henry Paulson dämpft die Furcht vor einer Krise

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Noch ist zumindest der US-Finanzminister Henry Paulson optimistisch. Der Rückgang der Hauspreise habe sich auf bestimmte Hypotheken ausgewirkt, sagte Paulson. „Es gibt Kreditprobleme, aber sie sind begrenzt.“

82 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.05.2009, 19:47 UhrKurt

    @Stephan Locher - ihre Rechnung glaube ich ohne sie nachzuprüfen. Wir haben es mittlerweile soweit gebracht, dass man, wenn man, z. b. bei e-bay mit einem Artikel um 3.- Euro beschissen wurde, auf 300.- Euro Schadenersatz klagen kann und oft recht kriegt. Weil man mit dem Artikel angeblich wunderbares vorhatte und nun teurer für Ersatz sorgen musste z. b.. So ähnlich läuft es hier garantiert auch. Es gibt halt leider nicht nur viele Arbeitslose in den niedrigen Chargen, sondern leider auch massig Anwälte die nichts richtiges mehr zu tun haben.

  • 26.05.2009, 14:26 UhrStephan Locher

    Das eigentlich Unfassliche hierbei ist, daß der (unreflektiert?) hochgerechnete Gesamtschaden erheblich höher beziffert wird, als die Summe dessen, was ursprünglich diesen produziert hat. Fielen alle Subprime-Hypotheken vollständig aus, so wäre der Gesamtschaden nur max. 25% dessen, was all die Chefvolkswirte der Welt errechneten. Sehr seltsam...

  • 21.04.2009, 19:25 UhrBesucher

    bzgl.: 'Mumpiz am 10.04.2009 14:22 Uhr

    Der Autor hat die Krise um ein ganzes Jahr vorverlegt. Anstatt 2007 müsste es 2008 heißen.'
    Das ist nicht richtig... Man sehe sich die Zahlen von Januar 2008 an - welche wiederum ein Ergebnis des Jahres 2007 waren. in der branche konnte 'man' schon ab 2007 'fühlen' was kommen könnte...

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