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Chronik: Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash - Seite 3

Chronik: Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

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Die IKB Industriebank muss im Quelle: dpa
Die IKB Industriebank muss im Juni 2007 hohe Verluste bekannt geben Quelle: dpa

Juni 2007: Düsseldorfer IKB Industriebank knabbert an US-Krise

Im Zusammenhang mit Tranchen, die die Ratingagentur Moody's auf ihre Überprüfungsliste für eine Herabstufung gesetzt hat, sei die IKB „mit einem einstelligen Millionenbetrag betroffen“, teilte das Institut mit. Die Düsseldorfer IKB Industriebank räumt so als erstes deutsches Kreditinstitut Verluste infolge der Krise am US-Hypothekenmarkt ein.

Eine Woche später ist es schon eine Milliarde Euro. Die Hauptanteilseignerin, die staatliche KfW-Bank, stellt Liquidität im Volumen von 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung. IKB-Chef Stefan Ortseifen tritt zurück. Der Chef der Finanzaufsicht BaFin, Jochen Sanio, warnt vor der schwersten Bankenkrise seit 1931, sollte die IKB zusammenbrechen.

August 2007: Während die IKB von der Staatsbank KfW und der gesamten Bankenbranche vor der Insolvenz gerettet wird, geht die ebenfalls in Schieflage geratene SachsenLB an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Die Sparkassen müssen der SachsenLB am 17. August 2007 mit einer Kreditlinie von 17,3 Milliarden Euro zur Seite stehen. Diese geht am 26. August mit hohen Verlusten für das Land Sachsen als Notverkauf in den Besitz der LBBW über.

Mitte August: Notenbanken greifen ein

Mitte August 2007: Die Angst vor einer Finanzkrise zwingt weltweit die Notenbanken zum Eingreifen. Erstmals seit den Anschlägen in den USA im September 2001 pumpt die Europäische Zentralbank 95 Milliarden Euro in den Geldkreislauf – so viel wie nie zuvor in einer Krise -, um die Zinsen für Tagesgelder, mit denen sich die Geschäftsbanken kurzfristige Liquidität an den Finanzmärkten besorgen, zu drücken. Diese waren zuvor auf mehr als 4,6 Prozent nach oben geschnellt, weil die Banken nicht bereit waren, anderen Instituten zu günstigen Konditionen Geld zu leihen.

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Erste Gerüchte um eine Verwicklung der Hypo Real Estate in die Subprime-Krise kursieren. Deren Aktien brechen zeitweise um mehr als sieben Prozent ein. Das Institut erklärt, keine negativen Auswirkungen zu erwarten.

82 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.05.2009, 19:47 UhrKurt

    @Stephan Locher - ihre Rechnung glaube ich ohne sie nachzuprüfen. Wir haben es mittlerweile soweit gebracht, dass man, wenn man, z. b. bei e-bay mit einem Artikel um 3.- Euro beschissen wurde, auf 300.- Euro Schadenersatz klagen kann und oft recht kriegt. Weil man mit dem Artikel angeblich wunderbares vorhatte und nun teurer für Ersatz sorgen musste z. b.. So ähnlich läuft es hier garantiert auch. Es gibt halt leider nicht nur viele Arbeitslose in den niedrigen Chargen, sondern leider auch massig Anwälte die nichts richtiges mehr zu tun haben.

  • 26.05.2009, 14:26 UhrStephan Locher

    Das eigentlich Unfassliche hierbei ist, daß der (unreflektiert?) hochgerechnete Gesamtschaden erheblich höher beziffert wird, als die Summe dessen, was ursprünglich diesen produziert hat. Fielen alle Subprime-Hypotheken vollständig aus, so wäre der Gesamtschaden nur max. 25% dessen, was all die Chefvolkswirte der Welt errechneten. Sehr seltsam...

  • 21.04.2009, 19:25 UhrBesucher

    bzgl.: 'Mumpiz am 10.04.2009 14:22 Uhr

    Der Autor hat die Krise um ein ganzes Jahr vorverlegt. Anstatt 2007 müsste es 2008 heißen.'
    Das ist nicht richtig... Man sehe sich die Zahlen von Januar 2008 an - welche wiederum ein Ergebnis des Jahres 2007 waren. in der branche konnte 'man' schon ab 2007 'fühlen' was kommen könnte...

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