Chronik: Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash - Seite 9

Chronik: Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

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Deutsche-Bank-Chef Josef Quelle: AP
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Quelle: AP

6. Mai: Die Banken müssen weiter leiden. Die Schweizer UBS kündigte nach einem Milliardenverlust und den Abbau von 5500 Stellen an. Der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae verzeichnete ein Minus von 2,2 Milliarden Dollar (1,42 Milliarden Euro). In Deutschland brachen die Gewinne der Hypo Real Estate und der Norddeutschen Landesbank ein. US-Notenbankchef Ben Bernanke warnte indes vor Gefahren für die amerikanische Konjunktur.

Bericht: Banken müssen weiter leiden

7. Mai: Hoffnung oder Trugschluss? Fast ein Jahr nach Ausbruch der Finanzmarktkrise sieht Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann trotz anhaltender Unsicherheit jedenfalls Anzeichen für ein Ende der Turbulenzen.

Hoffnung: Ackermann sieht Ende der Finanzkrise

13. Mai: In den USA wurden die Quartalszahlen für den Einzelhandel veröffentlicht. Das gute Ergebnis hob die Stimmung in der dahindümpelnden US-Wirtschaft. Doch US-Notenbankchef Ben Bernanke warnt vor übereilter Euphorie.

USA: Zaghafter US-Aufschwung in Sicht

15. Mai: Klappt es nun oder nicht? Das Drama um den Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB nimmt kein Ende: Wegen des schlechten Marktumfelds sind offenbar die WestLB, BayernLB und der US-Investor JC Flowers als Bieter abgesprungen. Trotzdem halten Bundesregierung und KfW am IKB-Verkauf fest.

Fehlende Bieter: IKB-Verkauf hängt am seidenen Faden

Martin Sullivan, geschasster Quelle: REUTERS
Martin Sullivan, geschasster Chef des US-Versicherungsriesen American International Group Inc (AIG), stolperte über Milliardenabschreibungen wegen fauler Kredite. Quelle: REUTERS

17. Mai: Ein gerichtliches Nachspiel könnte die Finanzkrise für ein paar Manager haben: Die aufgrund riskanter Immobilienkredite in die Schieflage geratene Düsseldorfer IKB prüft nach Informationen der WirtschaftsWoche Schadensersatzklagen gegen ihre früheren Vorstandsmitglieder um Ex-IKB-Chef Stefan Ortseifen.

Bericht: IKB und SachsenLB prüfen Klagen gegen Ex-Vorstände

06. Juni: Noch vor wenigen Tagen hatte Josef Ackermann vom bevorstehenden Ende der Finanzkrise gesprochen, jetzt sind bei der Deutschen Bank ganz andere Töne zu hören. Zudem müssen die Banken nach einer Studie mit weiteren Milliarden-Belastungen rechnen. Als Risikofaktor wird das noch vergleichsweise hohe Engagement der großen Investmentbanken weltweit in Hypothekenkredite an Schuldner mittlerer Bonität - sogenannte Alt-A-Papiere - gesehen.

Bericht: Kehrtwende bei der Deutschen Bank

09. Juni: Lehman Brothers benötigt dringend mehr Geld. Die durch die Finanzkrise angeschlagene Investmentbank will sich über eine Kapitalspritze mehr als fünf Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) besorgen.

Bericht: Lehman Brothers vor Milliarden-Kapitalspritze

12. Juni: Bitterer Gerichtsentscheid für die Kleinaktionäre der Mittelstandsbank IKB: Ein Gericht wies heute mehrere Schadenersatzklagen von Anlegern ab. Aktionäre dürften damit auf Verlusten sitzenbleiben, die durch den Kurseinbruch der IKB-Aktie um 85 Prozent entstanden.

Bericht: Kleinanleger scheitern mit Schadenersatzklagen gegen IKB

13. Juni: Nach einer Reihe von Hiobsbotschaften kann die Schweizer Großbank UBS endlich einen Erfolg vermelden: Ihre zweite Kapitalerhöhung seit Ausbruch der Finanzkrise ist glatt verlaufen. Investoren bezogen 99,4 Prozent der rund 760 Millionen neuen Aktien. Damit erhöhte die UBS ihr Eigenkapital um 16 Milliarden Franken, also rund 10 Milliarden Euro.

Bericht: UBS mit Kapitalerhöhung erfolgreich

16. Juni:  In den USA setzt sich das Köpferollen wegen der Finanzkrise fort: Nach Milliardenverlusten trat der bisherige Vorsitzende des US-Versicherungsriesen AIG, Martin Sullivan, gestern zurück. Nachfolger wurde ein früherer Citigroup-Manager. Bei AIG ist es der zweite Chefwechsel innerhalb von drei Jahren - der letzte Vorstandschef nahm wegen mutmaßlicher Bilanzierungstricks 2005 seinen Hut.

Bericht: Skandalumwitterter US-Versicherer AIG hat neuen Chef

Übersicht: Die gefallenen Stars der Finanzkrise

23. Juni: Schlechter Start für Jörg Asmussen, den designierten Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Laut einem Medienbericht muss er dem Bundestag zu den Rettungsmaßnahmen der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB Rede und Antwort stehen.

Bericht: Bundestag befragt Ministeriums-Mitarbeiter zu IKB

2. Juli: FBI verfolgt Hedgefonds-Manager - Vor der Finanzkrise schützen konnte das US-System Anleger nicht. Umso härter werden jetzt Schuldige verfolgt.

Hintergrund: FBI verfolgt Hedgefonds-Manager

83 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.05.2009, 19:47 UhrAnonymer Benutzer: Kurt

    @Stephan Locher - ihre Rechnung glaube ich ohne sie nachzuprüfen. Wir haben es mittlerweile soweit gebracht, dass man, wenn man, z. b. bei e-bay mit einem Artikel um 3.- Euro beschissen wurde, auf 300.- Euro Schadenersatz klagen kann und oft recht kriegt. Weil man mit dem Artikel angeblich wunderbares vorhatte und nun teurer für Ersatz sorgen musste z. b.. So ähnlich läuft es hier garantiert auch. Es gibt halt leider nicht nur viele Arbeitslose in den niedrigen Chargen, sondern leider auch massig Anwälte die nichts richtiges mehr zu tun haben.

  • 26.05.2009, 14:26 UhrAnonymer Benutzer: Stephan Locher

    Das eigentlich Unfassliche hierbei ist, daß der (unreflektiert?) hochgerechnete Gesamtschaden erheblich höher beziffert wird, als die Summe dessen, was ursprünglich diesen produziert hat. Fielen alle Subprime-Hypotheken vollständig aus, so wäre der Gesamtschaden nur max. 25% dessen, was all die Chefvolkswirte der Welt errechneten. Sehr seltsam...

  • 21.04.2009, 19:25 UhrAnonymer Benutzer: Besucher

    bzgl.: 'Mumpiz am 10.04.2009 14:22 Uhr

    Der Autor hat die Krise um ein ganzes Jahr vorverlegt. Anstatt 2007 müsste es 2008 heißen.'
    Das ist nicht richtig... Man sehe sich die Zahlen von Januar 2008 an - welche wiederum ein Ergebnis des Jahres 2007 waren. in der branche konnte 'man' schon ab 2007 'fühlen' was kommen könnte...

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