Clariant: So billig wie noch nie

Clariant: So billig wie noch nie

Hohe Kosten für Energie und Rohstoffe, der schwache Dollar und die Aussicht auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft machen der Clariant-Aktie zu schaffen.

Schon im vergangenen Jahr holte der Schweizer Spezialchemiker aus einem Jahresumsatz von 8,5 Milliarden Franken wahrscheinlich nicht einmal zwei Prozent Reingewinn. Die Prognosen der Analysten für 2008 sind zwar optimistisch, doch die Clariant-Manager sind vorsichtig. In den meisten Kundenbranchen der Schweizer trüben sich die Aussichten ein. Clariant produziert Farben, Pigmente, Additive und andere chemische Vorprodukte für die Autoindustrie, für Textilunternehmen, die Bauwirtschaft oder Waschmittelhersteller.

Immer wieder dementiert wird das Gerücht, Clariant könne übernommen werden – etwa vom Leverkusener Chemiekonzern Lanxess. Doch die Konsolidierung in der Branche läuft, und Clariant ist derzeit so billig zu haben wie noch nie. Mit einem Börsenwert von 1,9 Milliarden Franken wird jeder Franken Jahresumsatz nur mit 22 Rappen bezahlt. Selbst das Eigenkapital in der Bilanz (2,4 Milliarden Franken, Stand September 2007) ist höher als der Börsenwert. Die größten Clariant-Aktionäre sind der spanische Finanzinvestor Bestinver (5 Prozent) und die Geldhäuser CS Group und Zürcher Kantonalbank (je rund drei Prozent). Einer Übernahme würden die sich gewiss nicht entgegenstellen.

Anzeige
Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%