
Die wahre Klasse eines Vermögensverwalters zeigt sich erst in der Langstrecke: „In einem guten Börsenjahr wie 2009 ist schnell mal ein Aktienspezialist vorne dabei“, gibt Christoph Weber, Chef des Family Office WSH, zu bedenken, „nur wenigen gelingt es jedoch, das über mehrere Jahre zu bestätigen.“
Grund: Nur die wenigsten beherrschen die richtige Einteilung des Vermögens auf die Anlageklassen Renten, Aktien, Bargeld, Gold, Immobilien und Rohstoffe, „die meisten sind Spezialisten; doch gerade die Asset Allocation gibt den Ausschlag für die langfristige Wertentwicklung eines Vermögens“, sagt Weber.
Kernkompetenzen konzentriert
Das beweist der Sieger der Drei-Jahres-Wertung der WirtschaftsWoche. Am besten schnitt ein Mandat des Familiy Office Antea ab, das die Gelder der Anleger sehr breit streut. Gleich drei renommierte Portfoliomanager hat Antea-Chef Johannes Hirsch dafür im Einsatz: Jens Ehrhardt, Bert Flossbach und Hendrik Leber.
"Jeder soll das machen, was er am besten kann“, so Hirsch, "Flossbach zum Beispiel Aktien, Wandelanleihen und Hedgefonds, Leber Aktien und Wald; wir achten nur darauf, dass sie zusammen die zehn Assetklassen Aktien, Anleihen, Cash, Immobilien, Edelmetalle, Rohstoffe, Wald, Private Equity, Wandelanleihen und Hedgefonds abdecken.“ In die Einzeltitelwahl will Hirsch den drei erfahrenen Managern nicht hineinreden.
Welche Portfoliomanager über mehrere Jahre hinweg am besten arbeiteten
PlatzNameErtrag 3 Jahre (%)Sharpe RatioKategorie konservativ (Mischmandate)1Antea43,792,012StarCapital42,192,873GAP36,282,014Mack & Weise30,931,405Sauren-Gruppe24,023,40Kategorie dynamisch (überwiegend Aktien)1Grossbötzl, Schmitz & Partner13,661,642Albrecht von Witzleben11,162,293Sauren-Gruppe10,713,154Ringelstein & Partner9,561,625Flossbach & von Storch9,151,52
Sharpe Ratio: Überrendite im Verhältnis zum eingegangenen Risiko
Quellen: WSH Dt. Vermögenscontrolling, Lipper







