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Edelmetalle: Goldpreis fällt unter 1 100 Dollar

Quelle: Handelsblatt Online

Die anhaltende Dollar-Stärke hat den Goldpreis am Donnerstag unter die Marke von 1 100 Dollar gedrückt. Die Feinunze des Edelmetalls verbilligte sich zeitweise um 1,8 Prozent auf ein Dreieinhalb-Wochen-Tief von 1 090,85 Dollar.

HB FRANKFURT. Gold leidet derzeit unter der anhaltenden Stärke des Dollar, denn die Aufwertung der US-Währung macht das Edelmetall für Anleger außerhalb der USA teurer. Tobias Merath, Chef-Rohstoffanalyst der Credit Suisse, betonte jedoch, dass die wieder zunehmende Risikoaversion einiger Anleger einen größeren Kursrutsch des als sichere Anlage geltenden Goldes verhindere.

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Derweil ging der Höhenflug von Palladium zunächst weiter. Das unter anderem in Automobilkatalysatoren eingesetzte Edelmetall verteuerte sich um bis zu 1,6 Prozent auf 471,75 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und war damit so teuer wie seit Juni 2008 nicht mehr. Palladium profitiere ebenso wie Platin von der anhaltend hohen Nachfrage nach Einführung von börsennotierten Fonds (ETFs) auf die beiden Metalle, sagten Börsianer.

Platin näherte sich bis auf rund 20 Dollar an sein 18-Monats-Hoch von 1 654 Dollar an, auf das es am Vortag geklettert war.

Bei den Basismetallen stützten die starken chinesischen Konjunkturdaten die Kurse. Gleichzeitig schürten sie aber Spekulationen um eine Straffung der dortigen Geldpolitik, sagte Citigroup-Analyst David Thurtell. "Es ist zwar nicht hilfreich, die Zinsen anzuheben. So lange sie aber ruhig und maßvoll reagieren, ist es in Ordnung." Eine Tonne Kupfer kostete mit 7416 Dollar je Tonne ungefähr so viel wie am Vortag.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 21.01.2010, 19:04 UhrAnonymer Benutzer: wirtschaftslieschen

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Die anhaltende Euroschwäche - angeheizt durch bankrotte - Staatshaushalte wie Griechenland, irland, italien, Spanien und Portugal
    hat nach meinem Verständis bereits Dimensionen, wie bei lateinamerikanischen Staaten in den 80-ern.

    Der Euro als währungstechnischer Flächentarifvertrag für Europa hat den Schwachwährungsländern geholfen den Staatsbankrott vor Einführung des Euros zu verhindern.

    Vergessen wir nicht vor der Euroeinführung haben die niedrigen Zinsen - für Deutschland im Vergleich zu den Schwachwährunsländern - erheblich dazu beigetragen, den Schuldendienst vergleichsweise niedrig zu halten. Mit Einführung des Euros kamen jedoch die Schwachwährungsländer ebenfalls in den Genuss niedriger Zinsen.

    War also der Euro als Kunstwährung nicht mehr als ein Taschenspielertrick, um europäische Staatsbankrotte nach hinten zu verschieben. Misstrauisch bin ich geworden, als ich im buch eines namhaften Wirtschaftsexperten gelesen habe, dass die nationalen Notenbanken einen buchstaben vor der Euronote vermerkt haben, um die Euroscheine national unterscheidbar zu machen.

    Hat man also vor der Einführung des Euros etwa eiskalt einkalkuliert, dass mit einer gewissen Zeitverzögerung der Flächentarifvertrag dieser Kunstwährung nicht mehr aufrecht zu halten ist?

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