Finanzkrise: Als eine der wenigen Banken erwirtschaftet J.P. Morgan Chase Gewinn

Finanzkrise: Als eine der wenigen Banken erwirtschaftet J.P. Morgan Chase Gewinn

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J. P. Morgan Chase setzt sich in der Krise ab

Alte Philosophie, neuer Erfolg: Schon der Bankier John Pierpont – „Jupiter“ - Morgan überstrahlte vor über 100 Jahren wie ein feuriger Planet die restliche Bankenwelt. Im Zeichen der Finanzkrise beschreitet in namentlicher Nachfolge des Jupiters James Dimon, Chef der Bank J. P. Morgan Chase & Co., einen ganz ähnlichen Weg. Und das Institut bleibt trotz der Finanzkrise aktuell weiterhin in der Gewinnzone.

Morganisierung – das war das Schlagwort zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Und es stand für die Konsolidierung ganzer Branchen: Ob die zersplitterte und ruinös konkurrierende Eisenbahnbranche oder die amerikanische Stahlindustrie. John Pierpont Morgan „morganisierte“, sprich: fusionierte und rationalisierte.

Zu einer Zeit, als es noch keine amerikanische Notenbank gab, war Morgan der Pate und Retter der Bankenbranche. 1907 rettete er den amerikanischen Aktienmarkt und das Vertrauen in die 21.000 amerikanischen Geldhäuser. Auch das ist Morganisierung. Die Wochenzeitung  „Die Zeit“ schreibt dazu, dass es „nie wieder einen so mächtigen Finanzier geben wird wie den Pierpont Morgan jenes Jahres“.

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Und auch in der aktuellen Finanzkrise wirkt das Kreditinstitut J. P. Morgan Chase, dass außer dem Namen nichts mehr mit der Bankerlegende gemein hat, wie der Wegweiser für eine ganze Branche. Aktuell konnte der Konzern der Kreditkrise weiter überraschend gut trotzen und bleibt in der Gewinnzone. Der Überschuss sank im dritten Quartal zwar um 84 Prozent auf 527 Millionen Dollar. Experten hatten allerdings bei J.P. Morgan erstmals während der Kreditkrise einen Verlust erwartet.

J. P. Morgan Chase als Resteverwerter

Damit schlägt sich der Konzern nach wie vor deutlich besser als die meisten Wettbewerber. Ob für die Abkoppelung vom Branchentrend vor allem der Zugriff auf das Einlagengeschäft der Kunde verantwortlich ist oder doch tatsächlich das bessere Geschäftsmodell, bleibt in der Krise allerdings umstritten.

J. P Morgan-Chef James Dimon schnappte sich jedenfalls in den letzten Monaten große Teile der US-Sparkasse Washington Mutual und kaufte die Investmentbank Bear Stearns für einen Spottpreis. Morganisierung auf neu, sozusagen. „Resteverwerter“ nennt ihn deshalb das Handelsblatt, auch den „Staatsmann der modernen Hochfinanz“. Und das Wirtschaftsmagazin Fortune hält Dimon für den „härtesten Typen der Wall Street“.

Fakt ist: J. P. Morgan Chase ist unbestrittene Nummer 2 im amerikanischen Bankenwesen. Und Dimon liegt derzeit in der Krise ähnlich richtig wie der große Namensgeber der Bank. So, wie weltweit nur ganz wenige Institute, könnte die Bank aus der Krise gestärkt hervorgehen. Wie Jupiter strahlt das Institut aus der Maße der verglühenden Bankplaneten hervor.

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