Finanzkrise: Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller für staatliche Garantien

Finanzkrise: Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller für staatliche Garantien

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Klaus-Peter Müller, Mitglied im Aufsichtsrat der Commerzbank

Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratschef der Commerzbank und Chef des Bundesverbands deutscher Banken empfiehlt massive staatliche Eingriffe, um die Finanzkrise in den Griff zu bekommen. Staatliche Garantien können das Vertrauen wieder herstellen. Im Bedarfsfall solle der Einlagensicherungsfonds aufgestockt werden, sagte Müller der WirtschaftsWoche.

"Staatliche Garantien sind geeignet, das Vertrauen unter den Banken wieder herzustellen", sagte Müller der WirtschaftsWoche. "Wenn in der EU die Mehrheit der Regierungen Garantien für ihre Banken abgibt, wird man auch in Deutschland darüber nachdenken müssen." Gestern hatte die irische Regierung eine Bürgschaft für sechs Banken bis 2010 übernommen.

Die Situation sei äußerst angespannt, sagte Müller der WirtschaftsWoche. „Schon bloße Gerüchte können Märkte in Bewegung bringen.“ Zugleich warnte er vor übertriebener Panik bei den Privatkunden: "Seit der Gründung des Einlagensicherungsfonds vor mehr als 30 Jahren hat kein Privatkunde in Deutschland durch eine Bankpleite sein Geld verloren", sagte Müller. Der Einlagensicherungsfonds finanziere sich nicht nur durch die jährlichen Umlagen der Banken.

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Müller signalisierte Bereitschaft der Banken, im Notfall Geld in den Fonds nachzuschießen: "Im Bedarfsfall wird er durch außerordentliche Umlagen aufgestockt."

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