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Finanzkrise: Kaupthing-Kunden erhalten Spareinlagen vollständig zurück

von dpa

Für 30.000 deutsche Kunden der isländischen Kaupthing-Bank sind Wochen des Wartens vorbei. Das verkündete kein geringerer als Bundesfinanzminister Peer Steinbrück selbst: Laut Steinbrücks Aussagen erhalten die Sparer ihre Einlagen vollständig zurück. Der Wermutstropfen: Auf die Entschädigung müssen die Sparer noch warten.

Eine Filiale der Kauphing bank Quelle: AP
Eine Filiale der Kauphing bank in Reykjavik Quelle: AP

Die deutschen Kunden der isländischen Kaupthing-Bank werden nach Aussage von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ihre Spareinlagen vollständig zurück erhalten. In diesem Sonderfall sei gemeinsam mit den Niederlanden und den Briten eine Lösung gefunden worden, sagte Steinbrück dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“.

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Doch etwas Geduld müssen die Kaupthing-Sparer noch aufbringen. „Es ist nicht auszuschließen, dass es noch eine gewisse Zeit dauert“, sagte die Sprecherin des Bundesfinanzministeriums, Jeanette Schwamberger, heute. Die Details der Rücküberweisungen sollten in dieser Woche in Island geklärt werden.

Die Kaupthing-Kunden erhalten ihre Einlagen dank eines 308-Millionen-Euro-Kredits des Bundes vollständig zurück, sagte Steinbrück. Der isländische Einlagensicherungsfonds werde - mit deutscher Unterstützung - das Geld an die Kunden auszahlen. Die deutschen Kunden würden vom isländischen Einlagensicherungsfonds so behandelt wie isländische Kunden.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen hat der isländische Einlagensicherungsfonds mit der Rückzahlung formal bis zum 30. Januar 2009 Zeit, wobei die Frist unter Umständen auch verlängert werden kann. Kaupthing selbst hatte in der vergangener Woche mitgeteilt, es bestehe Hoffnung, „dass in naher Zukunft die Zahlungen getätigt werden können“.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hatte im Oktober die deutsche Niederlassung der isländischen Bank Kaupthing geschlossen. Die BaFin begründete das sogenannte Moratorium damit, dass die verbliebenen Vermögenswerte gesichert werden müssten. Es bestehe die Gefahr, dass die Niederlassung ihre Verpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht mehr erfüllen könnte.

Nach BaFin-Angaben hatte die isländische Muttergesellschaft Kaupthing den Zugriff auf die Online-Konten der Niederlassung in Deutschland gesperrt, nachdem sie der Kontrolle der isländischen Finanzaufsicht unterstellt worden war. Die deutsche Kaupthing-Niederlassung hat nach Angaben der BaFin etwa 30.800 Kunden und Einlagenverbindlichkeiten in Höhe von 308 Millionen Euro

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.11.2008, 02:00 UhrAnonymer Benutzer: Gostle

    "von Martin am 25.11.2008 12:01 Uhr ....wer zu gierig bei Tagesgeldzinsen ist,muss eben auch das Risiko tragen! "

    Ab wann ist man Deiner werten Meinung nach gierig? Ab 5,6%? Ab 5,1% Oder gar schon ab 2,15%? Merkst du nicht, was für einen Stuß du hier zum besten gibst???

  • 25.11.2008, 19:07 UhrAnonymer Benutzer: ichbinimmernochdabei

    @Martin und die anderen Schlaumeier.
    Wenn ich mit der Kohle Plus erwirtschafte, freut sich auch der Steuerzahler. Schon schlimm genug, was der Crash langfristig nach unten zieht, aber diese Sprüche bei jedem neuen Artikel geben einem den Rest.

  • 25.11.2008, 16:08 UhrAnonymer Benutzer: Festgeld

    @ börsenprofi

    Vollkommen Deiner Meinung. Deswegen ja meine Frage: Was unterscheidet einen 6% Zertifikate Anleger von einem 5,4% Festgeld Anleger ? ich bin der Meinung das hinsichtlich der Vermarktung der Zertifikate in Deutschland einiges schiefgelaufen ist.
    Nach dem Motto:
    Verkaufsslogan: "Wollen Sie bei der Citibank Deutschland ein Zertifikat auf den EuroStoxx = 50 groesste Firmen Europa's mit 100% Kapitalgarantie kaufen ?"
    Wahrheit: "Wollen Sie einer amerikanischen investmentbank ueber briefkastenfimen in Holland einen Teil ihres Vermoegens als Darlehen geben, ohne Absicherung im Krisenfall ?"
    So siehts aus ...

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