Finanzkrise: Rückblick: Schwarze Woche für die Weltbörsen

Finanzkrise: Rückblick: Schwarze Woche für die Weltbörsen

Das ging Schlag auf Schlag: Traditionsreiche US-Investmentbanken brachten die Wall Street gehörig ins Wanken. Auch Deutschland spürte die Schockwellen des neuen Finanzkrise-Höhepunkts: Die deutsche Staatsbank KfW steht wegen einer Millionenzahlung heftig in der Kritik. Milliardenhilfen der Notenbanken haben die Märkte nun beruhigt, an den Börsen geht es aufwärts. Lassen sie die wohl schwärzeste Börsenwoche seit langem Revue passieren.

Sonntag, 14. September: Lehmans Stern sinkt

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Die Zentrale von Lehman Brothers in New York

Die Chancen auf eine Rettung der schwer angeschlagenen US-Investmentbank Lehman Brothers schwinden von Stunde zu Stunde. Daran ändert auch ein eilig einberufener Krisengipfel zwischen der US-Regierung und Vertretern der führenden US-Banken nichts. Lehman Brothers, die viertgrößte Investmentbank an der Wall Street, hat durch die Finanzkrise Milliardenverluste aufgehäuft und steht kurz vor der Insolvenz.

Keine Staatsgarantien für Lehman Brothers

Die Verkaufsverhandlungen scheitern letztlich daran, dass US-Finanzminister Paulson sich weigert, erneut Staatsgarantien für eine angeschlagene Bank bereitzustellen. Eine Woche zuvor hatte er noch mit Milliarden-Kapitalspritze die beiden größten Immobilienfinanzierer der USA, Fannie Mae und Freddie Mac, vor dem Aus bewahrt. Doch bei Lehman sagt Paulson erstmals Nein.

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Lehman bleibt daher nichts anderes übrig, als in der Nacht zu Montag mitteleuropäischer Zeit Insolvenz anzumelden. Am späten Abend sorgt eine weitere Meldung für Aufsehen: Lehmans Konkurrent Merrill Lynch, die Nummer drei an der Wall Street, wirft sich laut Zeitungsberichten der Bank of America in die Arme.

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