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Finanzvertrieb Investor - und Treuhand : Insolvenzverwalterin fordert 7 Mio. Euro von Mario Ohoven

von Daniel Schönwitz

Die Insolvenzverwalterin des Finanzvertriebs Investor- und Treuhand fordert Millionen vom Mittelstands-Lobbyisten. Geschädigte Anleger hoffen wieder.

Seine Vergangenheit als Verkäufer provisionsträchtiger Fonds hat Mario Ohoven eingeholt.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche fordert die Berliner Insolvenzverwalterin Petra Hilgers rund sieben Millionen Euro vom Präsidenten des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft.

Als Geschäftsführer der Investor- und Treuhand (IT, heute Berintreg), die er 2005 verkauft hat, soll Ohoven Auszahlungen veranlasst haben, obwohl der Finanzvertrieb angeblich insolvent war. Peter Schütz, Sprecher des Landgerichts Düsseldorf, bestätigte den Eingang einer Klage gegen Ohoven (13 O 432/09). Demnach macht die Insolvenzverwalterin 2,76 Millionen Euro „Erstattungsansprüche aus der Haftung als Geschäftsführer“ nach Paragraf 64 des GmbH-Gesetzes geltend („Zahlungen nach Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung“).

„Die Gläubiger beanstanden, dass ein Teil der Zahlungen an Ohoven selbst oder an verbundene Unternehmen geflossen ist“, sagt der Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Schirp, Mitglied des Berintreg-Gläubigerausschusses. Nach Informationen der WirtschaftsWoche hat Hilgers zudem rund 4,5 Millionen in Mahnbescheiden eingefordert.

Völlig intakte Gesellschaft

Gläubiger der IT/Berintreg sind Anleger, denen der Vertrieb Fonds verkauft hat, die floppten. In etlichen Fällen sei die IT „rechtskräftig zu Schadensersatz verurteilt worden, weil sie die Höhe der Provisionen verschleiert hat, die sie für den Verkauf der Fonds kassierte“, sagt Schirp.

Ohoven bestreitet die Vorwürfe der Insolvenzverwalterin.

„Die in der Klage konstruierte vermeintliche Insolvenzreife hat nicht bestanden“, sagt sein Rechtsanwalt Arno Wittmann.

Insbesondere seien genug Rückstellungen für Prozessrisiken gebildet worden. Ohoven habe 2005 „eine völlig intakte Gesellschaft verkauft“.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 29.12.2010, 11:14 UhrAnonymer Benutzer: Fluhr Rudolf

    Meine 83-jährige Tante (Pflegestufe 1) hat durch drückervermittelte Schrottimmobilienfinanzierung aus dem Hause OHOVEN ihre gesamte Altersvorsorge verloren - sie ist ein Opfer übler Machenschaften bzw. fragwürdiger Geschäftspraktiken, die gesetzlich gedeckt waren. Wir fragen uns, warum Helmut Kohl im Zusammenhang mit der CDU-Spendenaffäre die Namen der Spender nicht nennen will - war Ohoven einer der Söpender? Warum ist ausgerechnet Ute Ohoven Präsidentin der Hannelore-Kohl-Stiftung? Meine Tante ist eine Ohoven-Geschädigte - wir halten das alles für unerträglich - das Ganze ist weder ethisch-moralisch noch menschlich vertretbar. Hier hat auch die Politik versagt, denn sie hätte das nicht zulassen dürfen - der "Mercedes unter den Finanzdienstleistern" hat uns finanziell ruiniert - der ganze Glamour um Ute und Mario Ohoven - nichts als eine besondere Form des Eigenlobs und der Publicity-Sucht - eine geschmacklose Form der Selbstüberhöhung und Selbstüberschätzung um nicht zu sagen Grössenwahn. Was wir Ohoven's für die Zukunft wünschen, das will dieses Pack bestimmt nicht hören. Mit nachdenklichen Grüssen Rudolf Fluhr

  • 12.10.2010, 23:00 UhrAnonymer Benutzer: Kermit

    Solch ein aalglattes Element sollte im Gefängnis bis zum Rest seiner Tage schmoren. Leider sind aber bestimmt gute Anwälte vorhanden, die ihm weiter ein unbeschwertes Leben in Saus und braus schenken. Habe es heute hier im internet erst durch Zufall erfahren.

  • 12.10.2010, 22:54 UhrAnonymer Benutzer: Kermit

    Herr Ohoven kam mir früher bereits äußerst suspekt auf seinen Veranstaltungen (mit prominenten Rednern wie Andre Kostolany o. Scholl-Latour)vor.
    Seine Frau als botschafterin hat als Werberin die Taschen gefüllt.

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