Fondstipp: Acatis: Profitable Nische im Nahverkehr

Fondstipp: Acatis: Profitable Nische im Nahverkehr

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Fondsverlauf Acatis 2007-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

von Heike Schwerdtfeger

Frank Lübberstedt, Berater des Acatis-Deutschlandsfonds, hat im Nahverkehr eine profitable Nische gefunden. Handyantennen sollen dem Fonds Aufwind geben.

Kaum eines der vielen Probleme, die Börsianern im Frühjahr den Schlaf raubten, ist gelöst. Doch Staatsverschuldung oder Bankenturbulenzen blenden sie derzeit aus. In der vergangenen Woche erklomm der Deutsche Leitindex Dax mit knapp 6500 Punkten Jahreshöchststände. Frank Lübberstedt, Berater des Acatis-Deutschlandfonds, lässt sich von den Stimmungsumschwüngen nicht irritieren. "Ich kann nicht beurteilen, ob der Markt weiter steigt oder fällt, versuche aber meine Hausaufgaben gut zu machen." Wenn er den Eindruck hat, eine Aktie könnte günstig zu haben sein, wühlt sich Lübberstedt unter anderem durch die Bilanz des Unternehmens, um dessen fairen Wert aufzuspüren. "Ich fühle mich wohl, wenn es einen Sicherheitspuffer von 30 bis 50 Prozent auf den aktuellen Börsenkurs gibt." Findet er ein Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalquote, prüft er etwa, ob diese nicht zu hoch angesetzt ist, weil Prämien auf den Firmenwert nicht abgeschrieben wurden.

Mittelgroße Unternehmen im Fokus

Beim Plasterproduzenten Hartmann entdeckte er, dass Immobilienvermögen nur mit einem Bruchteil des aktuellen Wertes in der Bilanz steht. Wenn ein sauberes Zahlenwerk noch um gute Geschäftsaussichten und ein solides Management ergänzt wird, greift er zu. 80 Prozent des Portfolios machen mittelgroße Unternehmen wie Init Innovation Traffic aus. Die Karlsruher stellen elektronische Bezahl- und Betriebsleitsysteme für den Nahverkehr her. "Sie haben Aufträge im Umfang von zwei Jahresumsätzen, und die Erträge wachsen schneller als der Umsatz", so Lübberstedt. Derzeit sei zudem kein Konkurrent in Sicht, der Init die profitable Nische streitig mache. Der Maschinenhersteller LPKF Laser & Electronics hat ein Verfahren patentiert, das in diesem Jahr schon bei 150 Millionen Mobiltelefonen die Antenne ersetzt. "2010 wird sich der Gewinn des Unternehmens verdoppeln", erwartet Lübberstedt. Bei seiner größten Position Grenkeleasing erwartet er, dass sich das in den vergangenen Jahren aufgebaute Auslandsgeschäft lohnt. "Im europäischen Ausland sind sie um 78 Prozent gewachsen. Das schlägt sich beim Leasing erst später im Ertrag nieder."

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