Fondstipp: Amundi Latin America: Brasilien bevorzugt

Fondstipp: Amundi Latin America: Brasilien bevorzugt

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Fondsverlauf von Amundi Latin America 2005-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Ohne waghalsige Manöver profitierte der Amundi-Fonds von der Kursrally an den lateinamerikanischen Börsen, die sich seit dem Tief mehr als verdoppelten. Anleger sollten jetzt Gewinne abzuschöpfen.

Mehr als 100 Prozent Gewinn schafften Anleger, die auf dem Tiefpunkt der Börsen vor einem Jahr in Lateinamerika-Fonds gingen. Gleich acht Fonds haben sich in zwölf Monaten im Kurs verdoppelt. Von den Analysten der Feri Euro Rating Services bekommen trotzdem nur zwei Fonds die beste Note: Der Amundi- und der ISI-Fonds haben die Bad Homburger überzeugt. Den mit 219 Prozent plus Klassenbesten von Blackrock  nimmt Feri nicht unter die Lupe, weil der Fonds mit weniger als fünf Jahren an Lebenszeit als Küken gilt, das sich noch beweisen muss.

Am Amundi-Fonds gefällt den Fondsanalysten, dass Fondsmanager Patrice Lemonnier seine hohe Rendite nicht mit waghalsigen Manövern erzielen musste. Lemonnier lenkt den Fonds seit 16 Jahren von Paris aus. Mit 75 Prozent brasilianischen Aktien ist das Portfolio aber nicht gerade breit gestreut, es ähnelt eher einem spezialisierten Länderfonds. Weil der brasilianische Markt mit dem 18-Fachen der Unternehmensgewinne derzeit teurer ist als in den vergangenen vier Jahren, als er im Schnitt nur das 14-Fache kostete, macht die Angst vor der "Brasilien-Blase" die Runde.

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Nervöser Markt

Experten werten es als Alarmsignal, dass viele Unternehmen neue Aktien ausgeben oder sich erstmals an der Börse notieren lassen. Die Preise ziehen an; wenn drohende Inflation über Zinsanhebungen bekämpft wird, könnten die Aktienkurse fallen. Der Höhenflug des brasilianischen Real, der gegenüber dem Dollar in einem Jahr um 23 Prozent aufwertete, verteuert zudem die Exporte des Landes. Die Nervosität des Marktes zeigte sich etwa nach der Zinsanhebung in Indien Mitte März: Brasilianische Rohstoffwerte fielen danach, weil Investoren fürchteten, dass die Rohstoffnachfrage aus Asien konjunkturbedingt leiden könnte. Größtes Gewicht im Fonds haben der Minenkonzern Vale, einer der weltgrößten Förderer von Nickel und Kupfer, und der Ölriese Petrobras. Lemonnier setzt auf steigende Rohstoff- und Ölpreise. Angesichts der gestiegenen Aktienbewertung, des Inflations- und Konjunkturrisikos sollten Anleger einige Fondsanteile verkaufen, um Gewinne abzuschöpfen.

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