Fondstipp: Argentum Global Portfolio: Vorsichtig wetten

Fondstipp: Argentum Global Portfolio: Vorsichtig wetten

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Fondsverlauf Argentum Global Portfolio 2009-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

von Martin Gerth

Fritz Reck, Geschäftsführer der Vermögensberatung Argentum, misstraut der Konjunktureuphorie und investiert äußerst vorsichtig. Mit Erfolg.

"Die momentane Konjunktureuphorie ist übertrieben, weil die Folgen der Finanzkrise keinesfalls ausgestanden sind, und das derzeitige Wirtschaftswachstum nur durch eine höhere Verschuldung erkauft wurde", sagt Fritz Reck, Geschäftsführer der Vermögensberatung Argentum in Bermatingen, nahe des Bodensees. Bisher sei der zarte Aufschwung nicht bei der Mittelschicht angekommen. Netto sei meist weniger Geld in den Portemonnaies als vor der Krise. Dies gelte sowohl für Europa als auch für die USA. Entsprechend vorsichtig investiert Reck mit seinem Mischfonds: Nur ein Drittel in Aktien, dafür ein weiteres Drittel in bar, der Rest verteilt sich auf Anleihen, Immobilien und Rohstoffe. "Weil es kaum Anlagealternativen gibt, ist in diesem Jahr viel Liquidität in Aktien geflossen und hat die Kurse steigen lassen", sagt Reck. Dieser Effekt lasse aber bei einer zu erwartenden Zinserhöhung wieder nach. Er gehe daher davon aus, dass der Dax in den kommenden Monaten zwischen 5800 und 6300 pendeln werde. Wenn in diesem Jahr noch etwas nach oben gehen werde, dann Aktien aus Schwellenländern.

Absahnen mit Europcar

Von Einzelinvestments in Asien oder Lateinamerika hält der Argentum-Chef aber nichts: "Dafür fehlt uns das Team vor Ort." Stattdessen kaufe er lieber Indexfonds. Wenn schon Einzelinvestments, dann konzentriert sich Reck auf Dax-Werte und kombiniert diese häufig mit einer Wette auf steigende oder fallende Kurse. Bei Deutsche Bank wettet Reck sogar in beide Richtungen. Im Mai kaufte er die Aktie für 47 Euro und verkaufte zusätzlich eine Verkaufsoption (Long-Wette), die Ende des Jahres ausläuft. Anfang August verkaufte er zusätzlich eine Kaufoption, die im Juni kommenden Jahres verfällt (Short-Wette). Die Prämien hat der Fonds schon sicher, Kursgewinne kämen oben drauf. Nur wenn sich die Deutsche Bank mehr als halbieren würde, bestünde ein Verlustrisiko. Mit Europcar-Anleihen könnte er schon jetzt absahnen. Die 2014 fällige Schrottanleihe kaufte Reck im Juli 2009 für 50,25 Prozent, derzeit steht sie bei 96 Prozent. Auf 8,125 Prozent Zins will er aber nicht verzichten und hält daher die Anleihe.

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