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Fondstipp: Fonds FPM Stockpicker: Sinkende Prämien

Der Fonds FPM Stockpicker setzt auf unterbewertete Aktien, deren Kurse Opfer übertriebener Ängste wurden. Fondsmanager Manfred Piontke glaubt an eine Erholung.

Verlauf des FPM-Fonds zum Dax im Vergleich 2008-2010
Verlauf des FPM-Fonds zum Dax im Vergleich 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

Die Unternehmensergebnisse für das vierte Quartal sind besser als die Stimmung am Markt“, sagt Fondsmanager Manfred Piontke. Ängste vor wachsender Staatsverschuldung, steigenden Zinsen und sich abschwächender Konjunktur senkten die Risikobereitschaft. „Insbesondere Finanztitel werden zum Teil zu Unrecht unter ihrem fairen Wert gehandelt“, so Piontke. Dazu zählt er unter anderem Deutsche Bank und Aareal Bank. Der Kurs der Deutschen Bank könne sich in den kommenden 12 bis 18 Monaten verdoppeln – vorausgesetzt, die Nachwehen der Finanzkrise fielen nicht zu heftig aus. Aber genau diese Unsicherheit lässt viele Anleger einen Bogen um Bankaktien machen. Piontke glaubt dennoch an ein Comeback weiterer Finanzwerte: „Die Aareal Bank ist zu Unrecht für die Fehler der Hypo Real Estate in Sippenhaft genommen worden.“

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Münchener Rück mit wenig Kurspotential

Aareal habe schon vor 2007 Immobilienkredite konservativer vergeben, als es in der Branche üblich war. Zudem habe Aareal in der Finanzkrise in keinem Quartal Verlust gemacht. Es sei daher schwer nachvollziehbar, warum die Bank derzeit deutlich unter ihrem Buchwert notiere. Verhaltener fällt seine Prognose für die Münchener Rück aus. Zwar habe der weltgrößte Rückversicherer 2009 die Erwartungen übertroffen, aber der Ausblick auf sinkende Prämien und stagnierendes Neugeschäft verspreche wenig Kurspotenzial. Zudem sei schwer abzuschätzen, ob in den kommenden Jahren die Zahl der teuren Naturkatastrophen ähnlich niedrig bleibe wie 2009. Piontke hält die Aktie dennoch wegen der Dividendenrendite von fünf Prozent. SMA Solar Technology hält Piontke ebenso wie Aareal für ein Opfer übertriebener Ängste. Die Kürzung der Solarsubventionen treffe das Unternehmen weit weniger als die Hersteller von Solarzellen. „SMA steht als Marktführer von Wechselrichtern, die den Gleichstrom der Solarzellen in Wechselstrom fürs Netz umwandeln, auf absehbare Zeit nicht unter dem Kostendruck asiatischer Konkurrenz“, sagt Piontke. Die Beurlaubung des Finanzvorstands habe private Gründe und werde sich nicht nachhaltig auf den Kurs der Aktie auswirken.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 11.02.2010, 14:52 UhrAnonymer Benutzer: fondsanleger

    Der FPM-Fonds der DWS belegt in seiner Kategorie innerhalb der letzten 3 Jahre den ersten Platz (Quelle Morningstar, Stand Januar 2010). Es verwundert jedoch etwas, dass trotz dieser Leistung das Fondsvolumen gerademal ca. 65 Mio. Euro beträgt. Scheinbar wird der Fonds von der Deutschen bank nicht so gern vertrieben. Wieso? Ganz einfach: Aufgrund der geringen Managementgebühr des Fonds (0,9%) verdient die Deutsche bank im Vergleich zu anderen Fonds hier deutlich weniger am Kunden. Auch der reguläre Ausgabeaufschlag von 4% scheint die Db nicht allzu stark zu motivieren, wo doch andere Aktienfonds meist 5% bringen. Wer den Fonds ganz ohne Ausgabegebühr kaufen möchte, kann dies über einen freien Vermittler tun (siehe "Liste der freien Vermittler" von Stiftung Warentest). Auf basis dieser Liste werden die anlegerfreundlichsten Anbieter unter fondsshop-vergleich.de miteinander verglichen.

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