Fondstipp: Fonds Unigestion: Puzzle ohne Autos und Maschinen

Fondstipp: Fonds Unigestion: Puzzle ohne Autos und Maschinen

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Fondsverlauf Unigestion 2007-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

von Heike Schwerdtfeger

Die Fondsgesellschaft Unigestion verzichtete jüngst auf auf Autohersteller und Maschinenbauer im Portfolio und verlor etwas an Boden. Dennoch sind die Schweizer gut aufgestellt.

Gegenüber vielen aktiv gemanagten Aktienfonds sind die Indexfonds beim Einjahresvergleich ins Hintertreffen geraten. Vor allem die milliardenschweren Fonds auf den Euro Stoxx 50, die bei Anlegern besonders beliebt sind, enttäuschten mit einem Minus von einem Prozent seit Jahresbeginn. Deutsche Stromkonzerne wie RWE und E.On, der Eisenbahnhersteller Alstom und der Stahlproduzent ArcelorMittal zogen mit ihren Verlusten von mehr als 20 Prozent den Index ins Minus. Für Fiona Frick, Fondsmanagerin bei der Schweizer Fondsgesellschaft Unigestion, ist das keine Überraschung: "Die Indizes sind schlechter als der Markt, denn sie orientieren sich zu stark an der Vergangenheit." Bei der Zusammenstellung des europäischen Aktienfonds von Unigestion nutzt sie ein wissenschaftliches Modell namens Minimum Variance, das so viel wie geringe Schwankung bedeutet. Es soll die Nachteile reiner Indexinvestments beseitigen, bei denen stets die Börsenkapitalisierung über den Anteil der Aktie im Index entscheidet.

Fonds besteht Praxistest

Dadurch bekommen diejenigen Aktien einen hohen Stellenwert, die bereits gut gelaufen sind. Fricks Strategie basiert auf der Annahme, dass ein Portfolio längerfristig besser abschneidet, wenn die Kursschwankungen und die Verluste der Einzeltitel reduziert werden können. Den Praxistest hat der Fonds bestanden: 2001 verlor er zwei Prozent, während der Vergleichsindex Stoxx 600 um 15 Prozent nachgab; 2008 waren die Verluste mit 30 Prozent hoch, der Index verlor aber 43 Prozent.

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Beim Portfoliobau achtet ein Computermodell darauf, dass die Kurse der Einzelwerte wenig gleichförmig reagieren. Auf Unternehmensebene spielen Gewinnschätzungen und die Verschuldungssituation eine Rolle. Frick bezeichnet das Portfolio allerdings als Puzzle, bei dem nicht jedes Teil relevant sei, sondern die Zusammensetzung passen muss. Derzeit sind der Gasspezialist Air Liquide sowie der Kommunikationskonzern Vivendi ihre größten Werte. Da Frick Autohersteller und Maschinenbauer, die jüngst wichtige Indextreiber waren, kaum im Portfolio hält, verlor der Fonds etwas an Boden.

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