Fondstipp: Franklin European Growth: Auf dem Teppich bleiben

Fondstipp: Franklin European Growth: Auf dem Teppich bleiben

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Fondsverlauf Franklin Europ. Growth 2009-2010

von Heike Schwerdtfeger

Beim US-Aktienfonds Franklin European Growth steht ein Chefwechsel an. Das neue Management will jetzt mit Teppich- und Ölaktien weiterhin Gewinne einfahren.

Der bekannteste Fonds des US-Hauses Franklin Templeton, der Templeton Growth, wird weitergereicht wie eine heiße Kartoffel. Nach nur drei Jahren wechselt erneut das Management des 17 Milliarden Euro schweren Portfolios. Mit Norman Boersma übernimmt ein unbeschriebenes Blatt. Auch beim Schwesterfonds Franklin European Growth steht ein Wechsel an. Hier hat künftig der bisherige Co-Manager Mike Clements das Sagen. Vorgänger Ed Lugo will sich auf andere Fonds konzentrieren und ist bei dem europäischen Aktienfonds nur noch Stellvertreter. Clements hat seinen Sitz in London und ist damit näher dran an den europäischen Unternehmen als der New Yorker Lugo. Am Fonds ändert sich nichts: Er kann weiter in große und kleine Titel investieren, Aktienfavoriten sollen hohe Marktanteile durch Wettbewerbsvorteil erreicht haben, solide finanziert sein, und ihr Preis soll möglichst unter dem Zehnfachen des Jahresgewinns liegen. Auf Schnäppchen wie den Gelddrucker DeLaRue wartet Clements schon mal ein Jahr. "Die Franzosen haben rund 120 Länder als Kunden. Durch die hohen Sicherheitsanforderungen gibt es wenig Konkurrenz", sagt Clements.

Hoffnung in Teppichaktien

Die Finanzanalyse und Gespräche mit dem Management sprachen für ein Investment, aber der Kurs war Clements zu hoch. Nachdem die Aktie aufgrund von Problemen beim Druck indischer Banknoten im Juli um fast 40 Prozent gefallen war, hat er gekauft. Beim niederländischen Logistik- und Öltankanbieter Vopak ist er nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eingestiegen. "Sie wurden Opfer des BP-Kursrutsches, obwohl ihr Geschäft nicht betroffen war."

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Mit der Immobilienkrise in Großbritannien war die Aktie der Teppichkette Carpetright unter die Räder gekommen. "Wer kein neues Haus bezieht, benötigt keine neuen Teppiche, und der Kurs war von zwölf auf fünf Pfund gefallen", sagt Clements. Die Risiken, dort Geld zu verlieren, hielt das Fondsmanagement aber für gering: "Bei einem Marktanteil von über 30 Prozent und soliden Finanzen würde dem Unternehmen selbst eine längere Rezession nicht schaden."

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