Fondstipp: Global Dynamic: Starke Nerven

Fondstipp: Global Dynamic: Starke Nerven

Mit Staatsanleíhen aus Litauen, Aktien von Berkshire Hathaway und Daimler investiert die Vermögensverwaltung Global Dynamic durchaus mit Risiko. Mit Erfolg.

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Fondsverlauf Global Dynamic 2009-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Der Fonds verspricht Vermögensverwaltung mit fast allen Anlageklassen. Derzeit investiert Fondsmanager Jan Leistner vom Münchner Vermögensverwalter Dr. Bauer in Aktien, Anleihen, Aktienfonds, Immobilienfonds und Aktien-Futures, mit denen er zeitweise auf steigende oder fallende Kurse wettet. 20 Prozent des Fonds stecken derzeit in Anleihen. Für Leistner sind die Rentenwerte nicht nur ein Airbag für schlechte Börsenzeiten. Er geht mit Anleihen auch ins Risiko. So kaufte er im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise und griechischem Schuldendesaster eine litauische Euro-Staatsanleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zins von 9,375 Prozent zu 99,5 Prozent. Inzwischen steht sie bei 116 Prozent. "Litauen ist weit weniger verschuldet als Griechenland", sagt Leistner. 2007 war Litauen beim Versuch, den Euro einzuführen, noch an den Maastricht-Kriterien gescheitert. Laut EU-Prognose soll der Schuldenstand Litauens 2010 auf 40,7 Prozent des BIPs steigen. 2008 waren es nur 15,6 Prozent. Bleibt zu hoffen, dass die Litauer nicht schummeln wie die Griechen.

Daimler hat Zeug zum Comeback

In diesem Jahr profitierte der Fonds vor allem von einzelnen Aktieninvestments. Mit plus 20 Prozent steht Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ganz oben auf der Rennliste.

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Für die kommenden Monate setzt Leistner vor allem auf Aktien, die 2008 besonders bluten mussten und seiner Meinung nach immer noch unter ihrem fairen Wert notieren. Dazu zählt er Daimler. "Bis Ende 2011 sehe ich beim Kurs noch 20 bis 30 Prozent Luft nach oben", sagt Leistner. Nach milliardenschweren Einsparungen habe Daimler das Zeug zum Comeback. Für den deutschen Aktienmarkt insgesamt erwarte er in diesem Jahr keine Kurszuwächse auf breiter Front wie 2009. Dennoch sehe er gute Chancen für einzelne unterbewertete Aktien.

Der Fonds ist nichts für schwache Nerven. In den vergangenen zwölf Monaten lag die Volatilität bei 38,7 Prozent. Das ist mehr als doppelt so viel wie beim MSCI World mit 17,7 Prozent. Mit einem vermögensverwaltenden Fonds als Basisinvestment hat dieses Portfolio also wenig zu tun.

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