Fondstipp: Henderson Global Technology: Dickes Polster

Fondstipp: Henderson Global Technology: Dickes Polster

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Fondsverlauf Henderson Global Technology 2006-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

Das britische Fondshaus Henderson setzt auf Technologiewerte. Mit Erfolg: Zwar werden diese in schlechten Zeiten als erste aus den Depots geworfen, dennoch müssen Unternehmen auch weiterhin in Technologie investieren.

Die Technologieriesen aus dem amerikanischen Aktienindex S&P 500, darunter Unternehmen wie Apple, Cisco und Oracle, schwimmen im Geld. Ihre Nettoliquidität macht im Schnitt fünf Prozent des Börsenwertes aus. "Alle anderen Branchen haben Schulden", sagt Stuart O’Gorman, Fondsmanager beim britischen Fondshaus Henderson. Sein Fonds überzeugte in den vergangenen Jahren durch gute Wertentwicklung und Kursschwankungen, die nicht höher waren als bei Aktienfonds, die breiter über viele Branchen streuen. Doch an Technologieaktien klebt noch immer der Makel des Absturzes nach der Jahrtausendwende. Wenn die Börsen wackeln, werden ihre Aktien häufig als erste aus den Depots geworfen. Gorman erwartet aber, dass Unternehmen auch in schlechten Zeiten in Technologie investieren. "Neue Prozessoren halbieren die Betriebskosten von Rechenzentren, denn sie benötigen weniger Service und sparen enorm Strom." Zudem seien jüngere Menschen bereit, mehr Geld in ihre technologische Ausstattung zu stecken.

Technologiewerte sind unterbewertet

Aber trotz "großartiger Bilanzen und eines wundervollen Wachstums in den Schwellenländern" ist die Technologiebranche auch in den Depots der weltweit anlegenden Aktienfonds nach Daten von Morningstar nur mit durchschnittlich elf Prozent vertreten. Damit ist der Anteil genauso hoch wie der von Industriegüterherstellern. Deren Probleme seien aber weitaus größer, meint O’Gorman.

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Bei Apple machen die flüssigen Mittel sogar ein Fünftel des Börsenwerts aus, das Unternehmen habe keine Probleme mit Pensionen früherer Mitarbeiter und arbeite effizient. "Der Baumaschinenhersteller Caterpillar hingegen ist verschuldet, gewerkschaftsbestimmt und trotzdem an der Börse höher bewertet", so O’Gorman.

Trotz gefüllter Kassen bekommen Anleger allerdings nur magere Dividenden von Technologieunternehmen. Apple zahlt gar nichts. "Die Unternehmen wollen nicht noch einmal – wie im Jahr 2000 – mit leeren Händen dastehen", so O’Gorman. Da sie mit dem Geld vernünftig umgingen, sollten sie das Polster behalten.

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