Fondstipp: Invesco Japanese Equity Core: Raus aus dem Tal

Fondstipp: Invesco Japanese Equity Core: Raus aus dem Tal

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Fondsverlauf Invesco Japanese Equity Core (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Der Fondsmanager von Invesco Japanese Equity Core spekuliert aufgrund der schwachen Währung auf einen starken Export. Auch Eisenbahnaktien haben dank der wachsenden EInwohnerzahl Tokios gute Aussicht auf Erfolg.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hat gewaltige Probleme: Die japanische Staatsverschuldung ist mit 204 Prozent des Bruttoinlandsprodukts höher als in jedem anderen Industrieland; die Bevölkerung schrumpft; in den vergangenen 22 Jahren gab es 15 Regierungschefs, die Notenbank kämpft seit 1991 gegen den Preisverfall. Mit Aktien war kein Reiscracker zu gewinnen. Der Aktienindex Topix hat in zwölf Monaten acht Prozent verloren. Dass Anleger aus Euro-Land eine ordentliche Performance erzielen konnten, verdanken sie guten Fondsmanagern und Währungsgewinnen. Der Euro verlor in einem Jahr 22 Prozent gegenüber dem Yen. Inzwischen geht es in Japan wirtschaftlich voran: Unternehmensinvestitionen legten gegenüber dem Vorquartal um ein Prozent zu, privater Konsum und Wohnungsbau stiegen um je 0,3 Prozent, der Export gleich um sieben Prozent. Die Güter wurden vor allem in die wachstumsstarken asiatischen Nachbarländer geliefert.

Banken, Broker, Eisenbahn

Die Kurse japanischer Aktien hinken der Dynamik hinterher. Bei den 1390 Unternehmen aus dem Topix entspricht der Börsenwert im Schnitt nur den Vermögenswerten in der Bilanz. "Die guten Ertragsperspektiven vieler Unternehmen werden ignoriert", sagt Paul Chesson, Fondsmanager des Invesco-Fonds. Die Initialzündung für eine Kursrally könnte ein schwächerer Yen sein. Chesson erwartet, dass der Dollar und der chinesische Yuan gegenüber dem Yen aufwerten. "Das würde den Export in die Länder unterstützen." Davon könnte die Reederei Kawasaki Kisen Kaisha profitieren, deren Aktien er hält. "Die Container-Auslastung und das Transportvolumen steigen bereits."

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Yamaha Motor und Mazda sowie Konica Minolta sollte die asiatische Nachfrage steigende Gewinne bescheren. Auf die Konjunkturbelebung im Inland setzt er beispielsweise mit Banken und Brokerhäusern wie Sumitomo Mitsui Financial, Nomura und Resona. "Sie haben jahrelang ihre Bilanzen bereinigt. Die gute Konjunktur senkt zudem die Kreditausfälle." Beim Eisenbahnbetreiber East Japan Railway sieht er Chancen durch die wachsende Einwohnerzahl Tokios und höhere Mieteinnahmen auf den Immobilienbesitz.

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