Fondstipp: JB Energy Transition: Gas treibt an

Fondstipp: JB Energy Transition: Gas treibt an

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Fondsverlauf JB Energy Transition 2009-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

von Martin Gerth

Roberto Cominotto, Fondsmanager von JB Energy Transition, setzt auf Nischen aus der Energiebranche, die er in den kommenden Jahre für aussichtsreich hält. Der Fokus auf Gas und Energietechnik könnte Erfolg haben.

"Nachhaltigkeit oder Ökologie sind nicht die entscheidenden Investitionskriterien für den Fonds, auch wenn ich in erneuerbare Energien investiere", sagt Fondsmanager Roberto Cominotto. Vielmehr picke er sich jene Nischen aus der Energiebranche heraus, die er mit Sicht auf die kommenden Jahre für besonders attraktiv hält. Dazu zählt er auch einige Öl- und Gasförderer, die Zugriff auf neue Vorkommen in Lateinamerika, Westafrika und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion haben. Derzeit ist er unter anderem in die britische Tullow Oil, die hauptsächlich in Westafrika fördert, sowie in die brasilianische Petrobras investiert. "An der Erschließung neuer Quellen verdienen neben den Förderunternehmen vor allem die Ausrüster, darunter Schlumberger, NOV und Amec", sagt Cominotto.

Fondsmanager Cominotto setzt auf Energietechnik

Gas werde neben Strom insbesondere in den USA der Treibstoff der Zukunft für Fahrzeuge sein. Neue Fördertechnik ermögliche es, in Schiefer eingeschlossene heimische Gasvorkommen wirtschaftlich zu erschließen. Die US-Regierung bereitet derzeit ein Förderprogramm für gasbetriebene Busse und Lkws vor. Vom Ausbau des Gasantriebs würden die Autotechnikunternehmen Westport Innovations, Fuel Systems Solutions und Landi Renzo sowie der Gastankstellenbetreiber Clean Energy Fuels profitieren.

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Im Markt für Solarzellen rechnet Cominotto für das kommende Jahr mit einem Überangebot, daher würden nur noch die chinesischen Billigproduzenten Trina Solar und Yingli Green Energy gut verdienen. Vom Preisverfall weit weniger betroffen sei dagegen der deutsche Zulieferer SMA Solar. Der Ausbau des Solarstroms stoße allerdings schon jetzt in vielen Regionen an seine Grenzen, weil es an Leistungskapazitäten fehle oder die vorhandenen Netze marode seien. Die großen Energieversorger hätten kaum noch in neue Leitungen investiert. Wer mehr Ökostrom wolle, müsse die Stromnetze ausbauen. Cominotto hat daher unter anderem den Energietechniker ABB in sein Portfolio aufgenommen. ABB rüstet Umspannwerke aus und baut Schaltanlagen und dürfte vom Netzausbau profitieren.

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